Es waren Einzelne. Aber sie versuchten, ihrem Gewissen zu folgen und zu handeln. Zum 82. Mal jährt sich am Montag der 20. Juli 1944 – der Tag, an dem der militärische Widerstand rund um Claus Schenk Graf von Stauffenberg versuchte, Adolf Hitler mit einer mit Sprengstoff präparierten Aktentasche zu ermorden. „Eine kleine Zahl für ein Volk, eine große Zahl für die Geretteten“, sagte der Berliner Rabbiner Andreas Nachama am Sonntag in der Potsdamer Nikolaikirche.
Gedenken an Friedrich von Rabenau
In Potsdam wurde am Sonntag an den Widerstandskämpfer Friedrich von Rabenau erinnert. Von Rabenau war am geplanten Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 beteiligt, ist heute aber wenig bekannt. Die Gedenkveranstaltung fand auf dem Brauhausberg statt, einem Ort mit historischer Bedeutung für den Widerstand.
Friedrich von Rabenau war ein deutscher General und Theologe, der sich dem militärischen Widerstand gegen das NS-Regime anschloss. Er war in die Planungen des Attentats eingeweiht und sollte nach einem erfolgreichen Umsturz eine wichtige Rolle in der neuen Regierung übernehmen. Nach dem Scheitern des Attentats wurde er verhaftet und später hingerichtet.
Bedeutung des Widerstands
Rabbiner Andreas Nachama betonte in seiner Rede die Bedeutung des Widerstands gegen die Nazi-Diktatur. Er erinnerte daran, dass es nur wenige waren, die den Mut hatten, sich Hitler entgegenzustellen, aber dass ihr Handeln unzählige Leben gerettet habe. „Bevor Anpassung und Schweigen zur Normalität werden, müssen wir uns an die erinnern, die den Mut zum Widerstand hatten“, so Nachama.
Die Gedenkveranstaltung in Potsdam ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen zum 20. Juli 1944 in der Region. In Berlin und anderen Städten finden ebenfalls Gedenkfeiern statt, um an die Opfer des Nationalsozialismus und die Helden des Widerstands zu erinnern.



