Gene Simmons bewegt Veteranen mit persönlicher Geschichte
KISS-Legende Gene Simmons (76) hat am Geburtstagswochenende der USA in Washington D.C. elf amerikanische Veteranen getroffen, die fast alle über 100 Jahre alt waren. Der Musiker dankte ihnen für ihren Einsatz im Zweiten Weltkrieg und erzählte dabei die bewegende Geschichte seiner Mutter Flora, einer Holocaust-Überlebenden. Viele Details über das Leid seiner Mutter erfuhr Simmons erst vor einigen Jahren – bei einem Termin mit BILD.
Treffen mit der Best Defense Foundation
Die ehemaligen Weltkriegs-Soldaten waren mit der Best Defense Foundation als Ehrengäste zu den Feierlichkeiten zur 250-Jahr-Party in die Hauptstadt eingeladen. Bevor sie der Rede von US-Präsident Donald Trump (80) zuhörten und das spektakuläre Feuerwerk genossen, kam Simmons zu ihnen. Der KISS-Bassist bedankte sich bei den Veteranen stellvertretend für viele ihrer einstigen Kameraden.
Die Geschichte von Flora Klein
Flora Klein, die Mutter von Gene Simmons, hatte als ungarische Jüdin mehrere Konzentrationslager überlebt und war kurz vor Kriegsende im Mai 1945 von US-Soldaten gerettet worden. Einzelheiten über ihre Zeit in den Lagern ersparte sie ihrem Sohn lange Zeit. Zu BILD sagte Simmons: „Egal, wie alt ich wurde. Immer, wenn wir uns verabschiedet haben, steckte sie mir noch einen Apfel zu oder etwas zu essen.“ Es war ihre Art, mit dem Hunger und den Entbehrungen ihrer Gefangenschaft umzugehen.
Details durch BILD erfahren
Durch BILD hatte Simmons erfahren, in welchen unterschiedlichen Lagern seine Mutter war und wann genau sie sich von Verwandten verabschiedet hatte. Bei dem Treffen mit den Veteranen berichtete Simmons, wie ihm seine Mutter vom eigenen glücklichen Überleben unter anderem im KZ Mauthausen erzählt hatte. „Sie hatte eine Ausbildung als Friseurin gemacht und machte dem Lagerkommandanten die Haare. Vorher hatten die Deutschen gefragt, wer Deutsch sprechen kann. Die Mädchen, die aufzeigten, kamen alle in die Gaskammer. Meine Mutter konnte Deutsch, aber sie meldete sich nicht. Die Nazis wollten nicht, dass sie belauscht werden können.“
Prominenter Veteran unter den Zuhörern
Unter den Zuhörern war auch Andrew Bostinto (101), den BILD liebevoll als „Opinator“ bezeichnete. Bostinto gilt als ältester Bodybuilder der Welt und war der erste Mentor in den USA für den späteren Weltstar Arnold Schwarzenegger (78). BILD hatte zuvor für einen Gruß des Terminators zu Bostintos 100. Geburtstag gesorgt und die beiden nach Jahren wieder zusammengebracht.
Bewegende Begegnung
Die bewegende Begegnung zeigt: Auch Jahrzehnte nach Kriegsende darf das Grauen von damals nicht vergessen werden. Gene Simmons und die Veteranen sorgen dafür, dass die Geschichten nicht in Vergessenheit geraten. Nach dem Treffen mit Simmons genossen die US-Veteranen das Feuerwerk in Washington.



