Der Tod des US-Senators Lindsey Graham hat weitreichende Folgen für die transatlantischen Beziehungen. Kaum ein anderer Republikaner verstand es wie Graham, traditionelle Bündnispolitik in die Sprache Donald Trumps zu übersetzen. Der Senator aus South Carolina scherzte kurz vor seinem Tod, er dürfe jetzt nicht sterben, er müsse noch die Russlandsanktionen erledigen. Mit seinem Tod verliert Europa einen wichtigen Fürsprecher in Washington.
Grahams Rolle als Brückenbauer
Lindsey Graham galt als einer der wenigen Republikaner, die sowohl in der Partei als auch bei Donald Trump Gehör fanden. Er war bekannt für seine Fähigkeit, komplexe außenpolitische Themen in einfache Worte zu fassen, die Trump verstand und akzeptierte. Diese Fähigkeit machte ihn zu einem unverzichtbaren Verbündeten für europäische Diplomaten, die versuchten, die US-Politik unter Trump zu beeinflussen.
Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen
Mit Grahams Tod fehlt ein wichtiger Kanal zwischen Europa und dem republikanischen Establishment. Europäische Regierungen müssen nun neue Wege finden, um ihre Anliegen in Washington zu platzieren. Besonders betroffen sind die Bemühungen um eine einheitliche Haltung gegenüber Russland. Graham hatte sich immer wieder für scharfe Sanktionen gegen Moskau eingesetzt und war ein wichtiger Verbündeter der Ukraine.
„Lindsey Graham war ein unermüdlicher Verfechter der NATO und der transatlantischen Partnerschaft“, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums. „Sein Tod hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird.“
Die Zukunft der US-Außenpolitik
Experten sehen in Grahams Tod eine Zäsur für die republikanische Außenpolitik. Ohne ihn könnte die Partei noch stärker isolationistischen Tendenzen folgen. „Graham war einer der letzten Verfechter einer internationalistischen Linie in der GOP“, erklärte die Politologin Sarah Meyer von der Georgetown University. „Sein Tod könnte dazu führen, dass die Partei noch weiter nach rechts rückt.“
Die Auswirkungen werden auch in Europa spürbar sein. Die EU-Kommission zeigte sich bestürzt über den Verlust. „Senator Graham war ein Freund Europas“, hieß es in einer Stellungnahme. „Wir werden seine Stimme in Washington vermissen.“



