US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die bisherigen Kosten des Iran-Krieges erstmals konkret beziffert. In einer Senatsanhörung gab er die Summe von 37,5 Milliarden Dollar an, umgerechnet knapp 33 Milliarden Euro. Gleichzeitig verteidigte er einen Antrag auf zusätzliche Mittel in Höhe von rund 67 Milliarden Dollar für das Pentagon. Das Geld sei „dringend“ nötig, um die Kriegskosten bis Ende September zu decken.
Neue Angriffe auf den Iran
Kurz nach Hegseths Aussage flog die US-Armee neue Angriffe auf den Iran. Auch in der Hauptstadt Teheran wurde die Luftabwehr aktiviert, wie Staatsmedien berichteten. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskaliert damit weiter.
US-Präsident Donald Trump bekräftigte bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus, dass die USA mit dem Iran „noch lange nicht fertig“ seien. Er schätzt, dass der Wiederaufbau im Iran mindestens 20 Jahre dauern würde. „Wenn wir jetzt rausgehen, würde der Iran 20, 25 Jahre brauchen, um sich wieder aufzubauen“, sagte Trump. Er betonte jedoch: „Wir sind noch lange nicht fertig. Wir ziehen jetzt noch nicht ab.“
Drohung gegen iranische Atomanlage
Trump drohte zudem mit Angriffen auf die unterirdische iranische Atomanlage Pickaxe Mountain. „Wir werden dieses Gebiet ziemlich bald und sehr hart angreifen.“ Westliche Geheimdienste vermuten, dass der Iran in der tief unter der Erde gelegenen Nuklearanlage eine geheime Urananreicherungsanlage errichtet hat.
Der Iran reagierte umgehend mit einer Drohung: Sollte Pickaxe Mountain angegriffen werden, drohe eine weitere Ausweitung des Krieges. Dann würden „sämtliche Interessen Amerikas, seiner Verbündeten und Unterstützer“ in der Region ins Visier genommen, hieß es in einer im staatlichen Fernsehsender Irib verbreiteten Erklärung der Armeeführung.
Hegseth verteidigt zusätzliche Mittel
Hegseth nannte die Zahl von 37,5 Milliarden Dollar als aktuelle Schätzung der Kriegskosten und verteidigte den Antrag auf zusätzliche 67 Milliarden Dollar. Die Mittel seien notwendig, um die militärischen Operationen bis Ende September zu finanzieren. Die Anhörung im Senatsausschuss diente der Diskussion über das Pentagon-Budget.
Die USA haben ihre militärischen Aktivitäten im Iran in den letzten Monaten deutlich intensiviert. Die neuen Angriffe zeigen, dass die Regierung Trump keine Anzeichen einer Deeskalation erkennen lässt. Die Kosten des Krieges steigen damit weiter an.



