Iran-Krieg: Warum die Stärke des Mullah-Regimes ein Trugbild ist
Iran-Krieg: Die Stärke des Mullah-Regimes ist ein Trugbild

Iran-Krieg: Die Mär von der Unbesiegbarkeit des Mullah-Regimes

Ein Kommentar von Politik-Vize Filipp Piatov

Die aktuelle Berichterstattung zum Iran-Krieg vermittelt oft ein verzerrtes Bild. Während in deutschen Talkshows und selbst in großen US-Medien der Eindruck entsteht, die USA und Israel würden sich an Teheran die Zähne ausbeißen, zeigt ein genauerer Blick auf die Realität ein anderes Bild. Die vermeintliche Stärke des iranischen Regimes basiert weitgehend auf Propaganda und der Abwesenheit einer freien Presse im Land.

Die Macht der Propaganda in einer geschlossenen Gesellschaft

Die größte Stärke des iranischen Regimes in diesem Konflikt ist seine islamistische Diktatur ohne unabhängige Medien. Die Führung in Teheran kann täglich behaupten, alles laufe nach Plan – ohne dass ihnen jemand öffentlich widerspricht. Während amerikanische und israelische Politiker sich kritischen Fragen stellen müssen, können die Mullahs ungehindert ihre Siegesmeldungen verbreiten. Dies macht ihre Behauptungen jedoch nicht wahrer.

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Strategische Fehler und Verwundbarkeit

Die iranischen Führer sind keine genialen Strategen. Wären sie es, wäre Regime-Führer Ali Chamenei nicht gleich zu Kriegsbeginn mit seinen 40 wichtigsten Beratern durch eine israelische Rakete getötet worden. Das Regime hat sein Land durch Misswirtschaft und Unterdrückung in den Abgrund geführt und die Bevölkerung gegen sich aufgebracht. Nach jedem messbaren Kriterium verliert es einen Krieg, den es durch Beendigung des Atomprogramms und Abschwören vom Vernichtungswahn gegen Israel hätte verhindern können.

Kosten der iranischen Kriegsführung

Zwar hat Teheran mit der Blockade der Straße von Hormus und Raketenangriffen im Golf eine Möglichkeit gefunden, die USA unter Druck zu setzen. Doch dieser Erfolg hat einen hohen Preis: Die arabischen Staaten, die unter Trump noch vor einem Krieg warnten, wurden endgültig gegen den Iran aufgebracht. Hinter vorgehaltener Hand ähneln die Aussagen arabischer Regierungsvertreter zunehmend israelischen Positionen.

Die Illusion der Stärke bröckelt

Das Regime wird keineswegs gestärkt aus diesem Krieg hervorgehen – selbst wenn es überleben sollte. Israel eliminiert Geheimdienst- und Milizenführer im Stundentakt, während das Regime einen Großteil seiner Militärtechnik und Rüstungsindustrie verloren hat. Die gefürchteten Basidsch-Milizen, die normalerweise unbewaffnete Demonstranten niederschießen, verstecken sich aus Angst vor israelischen Drohnen unter Brücken. Die Schergen des Systems spüren am deutlichsten, dass die Erzählung von der unbesiegbaren islamischen Republik nur ein Märchen war.

Die Unvorhersehbarkeit von Regimewechseln

Die Behauptung, das Regime werde nicht fallen, zeugt von übermäßigem Selbstvertrauen oder dem Besitz einer Glaskugel. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie stabil das System wirklich ist. Die Bedingungen für einen Umsturz waren jedoch noch nie so günstig. Wie CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen kürzlich im RONZHEIMER-Podcast bemerkte: „Revolutionen gelten als unmöglich, bevor sie stattfinden. Dann galten sie im Nachhinein als unausweichlich.“

Die Realität des Iran-Krieges ist komplexer, als es die vereinfachende Darstellung in vielen Medien vermuten lässt. Hinter der Fassade der Stärke verbirgt sich ein zutiefst verwundbares System, das trotz aller Propaganda mit erheblichen Schwierigkeiten kämpft.

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