Bei den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Regierungsangaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden. 78 weitere Menschen wurden bei den Luftangriffen der vergangenen zwei Tage verletzt, wie der Pressedienst der Regierung mitteilte. Demnach werden immer noch 47 Verwundete in Krankenhäusern behandelt. Der Iran meldete Angriffe in fünf Provinzen.
Irans Parlamentspräsident warnt USA vor weiterem Beschuss
Der iranische Parlamentspräsident hat die USA vor weiteren Angriffen gewarnt. Mohammed Bagher Ghalibaf, der in den Verhandlungen mit den USA bislang eine Schlüsselrolle einnahm, erklärte am Donnerstag auf der Plattform X, die Vereinigten Staaten hätten immer noch nicht verstanden, dass Einschüchterung und Wortbrüche nicht mehr folgenlos blieben. Wer angreife, müsse mit einem Gegenschlag rechnen.
In der Nacht hatten die USA erneut Dutzende Ziele im Iran unter Beschuss genommen. Teheran reagierte mit Angriffen auf Bahrain, Kuwait und Katar. Ursprung der jüngsten Eskalation in der Golfregion waren iranische Angriffe auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus am Dienstag, die in der Meerenge nicht die von Teheran ausgewiesene Route nutzten. Der Iran vertritt die Auffassung, dass die im Juni mit den USA getroffene Rahmenvereinbarung für ein Kriegsende dem Land das Recht einräumt, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu regeln.
US-Angriffe legen wichtige Bahnstrecke im Iran lahm
Im Iran ist der Zugverkehr nach den nächtlichen US-Angriffen auf einer wichtigen Strecke unterbrochen worden. Nach der Bombardierung auf einen Abschnitt der Bahnstrecke Teheran-Maschhad haben Personenzüge ihre Fahrten eingestellt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Es werde daran gearbeitet, die Strecke so schnell wie möglich zu reparieren.
Die Fahrt von der iranischen Hauptstadt Teheran in die nordöstliche Millionenmetropole Maschhad dauert in der Regel 11 Stunden. Heute soll dort der Ende Februar getötete oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei bestattet werden. Ob von der Sperrung der Strecke auch Anhänger betroffen waren, die nach Maschhad reisen, war zunächst unklar. Aus Sicherheitsgründen sind am Donnerstag Flüge über der Pilgerstadt untersagt.
Rund 90 Ziele: USA erklären Angriffe auf den Iran für beendet
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine jüngste Angriffswelle gegen den Iran beendet. Dabei seien rund 90 Ziele angegriffen worden. Dies teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) am Donnerstag mit. Zudem veröffentlichte das Kommando Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die offenbar Angriffe auf eine Start- und Landebahn sowie auf Raketenabschussanlagen zeigen. „Die US-Streitkräfte bleiben wachsam, schlagkräftig und bereit, auf Anweisung des Oberbefehlshabers Einsätze auszuführen“, hieß es weiter.
Bahrain löst erneut Raketenalarm aus
Nach dem Start einer neuen Angriffswelle der USA gegen den Iran hat Bahrain am Donnerstagmorgen zum zweiten Mal Raketenalarm ausgelöst und vor einem iranischen Angriff gewarnt. Es war zunächst unklar, ob es in Bahrain, Kuwait oder Katar Schäden gegeben hatte. Alle drei Staaten hatten am Donnerstagmorgen wegen der iranischen Angriffe Alarm ausgelöst. Bereits am Mittwoch hatte der Iran Angriffe auf Bahrain und Kuwait gestartet, als Reaktion auf eine frühere Welle von US-Luftangriffen gegen den Iran.
Kuwait wieder unter Beschuss – Sirenengeheul auch in Bahrain
Nach Beginn einer erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran ist der Golfstaat Kuwait laut örtlichen Armeeangaben in der zweiten Nacht in Folge unter Beschuss geraten. Die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee des mit den USA verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten wie in der Nacht zuvor wieder die Sirenen. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf mit.
Bahrain und Kuwait waren wie auch andere Golfstaaten schon mehrfach unter iranischen Beschuss geraten. Sie beherbergen US-Militärbasen, die nur wenige Hundert Kilometer vom Iran entfernt liegen. Das US-Militär begann in der Nacht eine neue Angriffswelle gegen den Iran. Damit solle die Fähigkeit Teherans eingeschränkt werden, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu beeinträchtigen, hieß es. Sollte es weitere Attacken des Irans auf Schiffe geben, würden noch heftigere Angriffe folgen, drohte US-Präsident Donald Trump.
Berichte: USA greifen Eisenbahnbrücke im Iran an
Das US-Militär hat Medienberichten zufolge in der Nacht auch eine Eisenbahnbrücke im Nordosten des Irans bombardiert. Mehrere Geschosse hätten die in der Provinz Golestan gelegene Brücke getroffen, berichtete der Staatssender Irib auf der Plattform X. Nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV ist es der erste Angriff in der Region seit Beginn der Waffenruhe im April. Der gut vernetzte Journalist Barak Ravid schrieb auf X unter Berufung auf einen US-Beamten, dass im Zuge der erneuten Angriffswelle des US-Militärs zwei Eisenbahnbrücken im Iran bombardiert worden seien.
Pakistan fordert USA und Iran zu Zurückhaltung auf
Der Vermittlerstaat Pakistan hat die USA und den Iran angesichts der erneuten militärischen Eskalation zu Zurückhaltung aufgerufen. „Ein erneuter Konflikt liegt in niemandes Interesse“, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums. Sie erfolgte, nachdem das US-Militär in der Nacht zum Mittwoch Ziele im Iran angegriffen hatte. Unterdessen begann das US-Militär mit einer weiteren Angriffswelle. Gut informierte Kreise in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hatten am Mittwoch Sorgen zurückgewiesen, die jüngste Eskalation könne den Verhandlungsprozess gefährden. Eine nächste Runde wäre demnach wieder in Pakistan möglich. Auch die katarische Hauptstadt Doha sei im Gespräch, hieß es. Ein konkreter Termin war jedoch nicht bekannt. Es gebe „keine Alternative“ zu einem fortgesetzten Dialog und Diplomatie, „um das gemeinsame Ziel des Friedens in der Region zu erreichen“, hieß es in der Erklärung des pakistanischen Außenministeriums.
Trump: Iran will weiterhin „unbedingt“ ein Abkommen
Der Iran will nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump weiterhin ein Friedensabkommen. „Sie haben vor kurzem angerufen, sie wollen unbedingt ein Abkommen abschließen“, behauptete Trump auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel nach Washington. Er sei sich allerdings nicht sicher, ob sie eines Abkommens würdig seien oder ob sie sich an eines halten würden. Auf die Frage einer Journalistin, warum die iranische Führung Handelsschiffe angreife, wenn sie doch an einem Abkommen interessiert sei, sagte Trump: „Weil ... sie etwas verrückt sind.“
Berichte über Explosionen im Iran
Nach Beginn der neuen Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran melden örtliche Medien Explosionen in mehreren Gebieten entlang der Küste des Landes. Unter anderem gab es mehrere Detonationen im Bereich der Großstadt Bandar Abbas, der Hafenstadt Buschehr und der Insel Abu Musa im Persischen Golf. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna in der Nacht meldete, wurden auch Gebäude am Flughafen der Stadt Iranschahr von Geschossen beschädigt. Ein Feuerwehrmann sei getötet worden, hieß es.
Trump droht dem Iran mit noch heftigeren Angriffen
US-Präsident Donald Trump hat verstärkte Angriffe gegen den Iran in Aussicht gestellt. Die Attacken des US-Militärs seien Vergeltungsmaßnahmen für vom Iran beschossene Schiffe, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. „Sollte sich so etwas wiederholen, wird es noch viel schlimmer kommen!“ Das US-Militär hatte zuvor eine neue Welle von Angriffen gegen den Iran gestartet. Damit solle die Fähigkeit Teherans eingeschränkt werden, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu beeinträchtigen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit.
USA starten neue Angriffe auf Ziele im Iran
Die USA haben neue Angriffe auf den Iran begonnen. Das teilte das Regionalkommando des US-Militärs im Nahen Osten am späten Mittwochabend (MESZ) mit.
Trump will Syrien von US-Liste der Terrorunterstützer streichen
US-Präsident Donald Trump will Syrien von der US-Liste der staatlichen Terrorunterstützer streichen. Er habe das syrische Staatsoberhaupt Ahmed al-Scharaa am Mittwoch über diese Entscheidung informiert, hieß es in einem Schreiben Trumps, das der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. „Ich habe versprochen, alle Hürden aus dem Weg zu räumen, die Sie am Wiederaufbau Ihres Landes hindern, und sehr bald werden Sie endlich dazu in der Lage sein“, schrieb Trump. US-Unternehmen stünden bereit, in Syrien zu investieren und das Land wohlhabender als je zuvor zu machen. Einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge wurde der Brief nach einem Treffen der beiden Politiker in Ankara übergeben. Trump erklärte zudem, er habe den Kongress benachrichtigt. Dieser hat nun 45 Tage Zeit, die Entscheidung zu prüfen, bevor sie in Kraft treten kann. Die Einstufung als staatlicher Terrorunterstützer ist mit Einschränkungen bei US-Auslandshilfen, Rüstungsexporten und bestimmten Finanzgeschäften verbunden. Trump hatte im vergangenen Monat ein US-Sanktionsprogramm gegen Syrien per Dekret aufgehoben und damit die Isolation des Landes vom internationalen Finanzsystem beendet.
Iranische Medien: Acht Soldaten bei US-Angriff getötet
Im Süden des Irans sind staatlichen iranischen Medien zufolge bei US-Angriffen acht Militärs getötet worden. Bei den Opfern handele es sich um Angehörige der Luftwaffe und der Marine. Sie seien bei Angriffen in den Städten Bandar Abbas und Buschehr ums Leben gekommen.
Behörde: Mindestens sieben Tote im Gazastreifen bei israelischen Angriffen
Bei israelischen Angriffen sind im Gazastreifen nach Angaben der dortigen Gesundheitsbehörde mindestens sieben Palästinenser getötet worden. Unter den Toten seien zwei Kinder im Alter von zehn und sechs Jahren. Zwölf Menschen seien verletzt worden. Die Angriffe galten Gaza-Stadt und einem Lager für Vertriebene in Chan Juni. Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Kämpfer ins Visier genommen. Von Opfern sei nichts bekannt.
Trump droht mit Angriffen auf zivile Infrastruktur und Insel-Einnahme
Trump hat dem Iran mit Angriffen auf zivile Infrastruktur und der Einnahme der für die iranische Ölindustrie wichtigen Insel Charg gedroht. Beide Drohungen hatte er bereits in früheren Phasen des Krieges geäußert, bevor sich die beiden Länder Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges verständigt hatten. Trump erklärte am Rande des Nato-Gipfels, wenn die USA dazu gezwungen seien, würden sie die iranischen Kraftwerke und Meerwasserentsalzungsanlagen zerstören. Charg sei bereits Ziel von US-Angriffen am Dienstag gewesen, allerdings nicht die Ölanlagen auf der Insel. „Vielleicht übernehmen wir die Insel Charg“, sagte Trump. Es gebe nichts, das der Iran daran ändern könne.
Hegseth: Neue Angriffe werden stärker und intensiver
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigt an, die neuen Angriffe gegen den Iran würden noch stärker und intensiver ausfallen. Das sei die „Konsequenz“ aus dem Verhalten des iranischen Regimes. Trump legt erneut nach. Die Wortführer im Iran seien „böse, krank und mental kranke Menschen“, sagt der US-Präsident. Daraufhin endet der gemeinsame Auftritt von Trump und Selenskyj.
Trump kündigt neue Angriffe an
Bei einer Pressekonferenz beim Nato-Gipfel hat US-Präsident Donald Trump neue Angriffe auf den Iran angekündigt. Bei einer Diskussion mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj sagte Trump in Bezug auf den Iran: „Wir haben sie hart am gestrigen Abend getroffen. Heute werden wir sie auch hart treffen – das sollte ich wohl ankündigen.“ Trump zeigte sich nicht glücklich über das „sehr schlechte Benehmen“ der Führung in Teheran. Zugleich sagte er, dass er abwarten wolle, „wie sich alles entwickelt“.
Libanons Präsident reist nach Washington
US-Präsident Donald Trump hat den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun zu einem Besuch am 21. Juli nach Washington eingeladen. Beide wollen sich zu einem bilateralen Gespräch im Weißen Haus treffen, wie ein hochrangiger US-Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Aoun selbst teilte in einem X-Post des Präsidentschaftsbüros mit, er erwarte von seinem bevorstehenden Besuch in Washington positive Auswirkungen auf den Libanon. Seit einigen Wochen finden in Washington erstmals seit Jahrzehnten direkte politische Gespräche zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern statt.
Erdogan lobt Trumps Haltung im Iran-Konflikt
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan lobt die entschlossene Haltung Trumps bei den Bemühungen um einen dauerhaften Frieden mit dem Iran. Dies sagt Erdogan zur Eröffnung des Nato-Gipfels in Ankara, kurz nachdem Trump das vorläufige Waffenstillstandsabkommen für beendet erklärt hat. Zudem dankte der türkische Staatschef den Verbündeten Deutschland, Spanien, Italien und den USA für die Unterstützung bei der Luftabwehr während des Iran-Krieges. Er rief die Partner auf, Solidarität im Kampf gegen jede Form von Terrorismus zu zeigen.
Raketenalarm in Kuwait nach US-Angriffen gegen den Iran
Nach den US-Angriffen auf Ziele im Iran hat Kuwait am Mittwoch seine Flugabwehr aktiviert. Die Mitteilung des kuwaitischen Militärs erfolgte, nachdem auch Bahrain am Mittwochmorgen von anfliegenden Geschossen berichtet hatte. Den Angaben zufolge fing die Flugabwehr zwei ballistische Raketen und 13 Drohnen aus dem Iran ab. Das Elektrizitätsministerium teilte mit, dass mehrere Stromleitungen durch Granatsplitter beschädigt worden seien. Bahrain und Kuwait waren bereits zuvor Ziel iranischer Angriffe im Zusammenhang mit den Spannungen rund um die zwischen dem Iran und den USA geschlossene Übergangsvereinbarung zur Beendigung des Krieges.
Dax weitet Verluste aus, Ölpreis steigt
Der deutsche Aktienmarkt baut seine Verluste am Mittwoch aus. Nach Trumps Ankündigung liegt der Dax am Vormittag mehr als zwei Prozent im Minus und fällt unter die Marke von 25.000 Punkten. In den vergangenen Tagen hatte der deutsche Leitindex mehrere Rekorde markiert. Die Bewegung am Mittwoch kostet ihn jedoch alle im Juli erzielten Gewinne. Parallel dazu steigen die Ölpreise deutlich an. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent zur Lieferung im September liegt bei 78,50 Dollar, ein Plus von etwa sechs Prozent und gleichzeitig der höchste Stand seit dem 22. Juni.
Trump erklärt Friedensplan mit dem Iran für hinfällig
US-Präsident Donald Trump erklärt die Absichtserklärung zur Beendigung des Konflikts mit dem Iran für hinfällig. Die Vereinbarung sei „vorbei“, sagt Trump vor dem Nato-Gipfel in Ankara. Er wolle nicht mit Teheran verhandeln und mit dem Iran nichts mehr zu tun haben. Das seien „kranke Leute“, sagt Trump bei einem gemeinsamen Auftritt mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Er werde jedoch zulassen, dass die Gespräche fortgesetzt würden. „As far as I am concerned, it's over. It's just a waste of time dealing with them.“
Tausende begleiten Trauerzug für Chamenei im Irak
Die tagelangen Trauerprozessionen für Irans getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei haben das Nachbarland Irak erreicht. Tausende Menschen erwiesen in der irakischen Pilgerstadt Nadschaf Chamenei am Mittwoch die letzte Ehre. Während sein Sarg auf einem Lastwagen durch die Straßen gefahren wurde, riefen die Trauernden „Tod Amerika“ und „Tod Israel“. Neben irakischen und iranischen Flaggen waren in der Menge auch die Banner einflussreicher, von Teheran unterstützter irakischer Milizen zu sehen. Der insgesamt sechstägige Trauerzug hatte zuvor im Iran riesige Menschenmengen angezogen. Die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF), ein Bündnis aus vorwiegend schiitischen und Iran-treuen Milizen im Irak, meldete gewaltige Teilnehmerzahlen. Zum Trauerzug in Nadschaf seien mehr als zwei Millionen Menschen erschienen, teilten die PMF mit. Eine Bestätigung aus anderen Quellen für diese Zahlen gab es nicht, der Andrang war Bildern zufolge aber enorm.



