IS-Anschlagspläne: Zwei Männer in Frankfurt angeklagt
IS-Anschlagspläne: Zwei Männer angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen zwei mutmaßliche IS-Anhänger im Alter von 19 und 27 Jahren erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, schwere staatsgefährdende Gewalttaten vorbereitet zu haben. Die beiden deutschen Staatsangehörigen sollen seit Jahren einer radikal-islamistischen Ideologie anhängen und geplant haben, sich in Syrien von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an Waffen ausbilden zu lassen.

Festnahmen an Flughäfen

Die Verdächtigen wurden am 15. Januar an den Flughäfen Hannover und Stuttgart festgenommen, als sie ausreisen wollten. Seither sitzen sie in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden die Männer zuvor observiert. Sie stammen aus Kassel und Umgebung; einer hat türkische, der andere afghanische Wurzeln.

Die Männer sollen bereits seit Jahren eine dschihadistische Gesinnung teilen. Gemeinsam hätten sie ihre Ausreise nach Syrien geplant, um sich dort unter Anleitung von IS-Kämpfern an Schusswaffen ausbilden zu lassen und an Kampfhandlungen teilzunehmen.

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Diskussion über Anschlagsszenarien

Im Herbst des vergangenen Jahres sollen die Verdächtigen „mögliche Anschlagsszenarien – auch in Deutschland – diskutiert“ haben, so die Staatsanwaltschaft. Der 27-Jährige habe bereits im Sommer 2025 versucht, sich dem regionalen IS-Ableger in Afghanistan anzuschließen, „um als Märtyrer auf der Basis seiner islamistischen Ideologie zu sterben“.

Lebensgefährtin angeklagt

Die 18-jährige deutsche Lebensgefährtin des 19-jährigen Verdächtigen wurde wegen Beihilfe angeklagt. Sie soll ihn bei der Planung und Organisation der Ausreise unterstützt haben. Das Landgericht Frankfurt muss nun über die Zulassung des Hauptverfahrens entscheiden.

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