Italien-Trainersuche: Pirlo oder Guardiola als Favoriten
Italien-Trainersuche: Pirlo oder Guardiola

Die italienische Nationalmannschaft sucht weiterhin einen neuen Cheftrainer. Die sportliche Führung des Verbandes, angeführt von Paolo Maldini und dessen Berater Leonardo, hat offenbar zwei prominente Kandidaten ins Auge gefasst: Andrea Pirlo und Pep Guardiola. Dies berichtet ntv.de unter Berufung auf Verbandskreise.

Guardiola zeigt Interesse trotz geplanter Pause

Besonders spannend ist die mögliche Verpflichtung von Pep Guardiola. Der spanische Star-Trainer, der ursprünglich eine längere Auszeit vom Fußballgeschäft nehmen wollte, soll bereits informelle Gespräche mit dem italienischen Verband geführt haben. Dem Vernehmen nach müsste Guardiola für den Posten jedoch deutliche finanzielle Einbußen hinnehmen. Sein Gehalt läge weit unter dem, was er zuvor bei Klubs wie dem FC Barcelona, Bayern München oder Manchester City verdient hat.

Guardiola hat in der Vergangenheit mehrfach seine Verbundenheit mit Italien bekundet. Der 55-Jährige spricht fließend Italienisch und hat mehrfach betont, dass er eines Tages in der Serie A oder als Nationaltrainer Italiens arbeiten möchte. „Italien ist für mich wie eine zweite Heimat“, zitierte ihn die Gazzetta dello Sport vor einigen Jahren.

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Pirlo als emotionale Option

Andrea Pirlo, der bereits von 2018 bis 2020 die italienische U21 trainierte und anschließend kurzzeitig die A-Nationalmannschaft betreute, gilt als weitere Wunschlösung. Der Weltmeister von 2006 kennt den italienischen Fußball in- und auswendig und genießt hohes Ansehen im Land. Allerdings hat Pirlo zuletzt als Vereinstrainer bei Juventus Turin und der türkischen Süper Lig keine überragenden Ergebnisse erzielt.

Der Verband um Maldini und Leonardo scheint jedoch bereit, beiden Kandidaten eine Chance zu geben. Eine Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet, da die Vorbereitungen für die Europameisterschaft 2028 anstehen. Italien hatte sich nach dem enttäuschenden Ausscheiden bei der WM 2026 von Trainer Luciano Spalletti getrennt.

Finanzielle Hürden und sportliche Ambitionen

Die finanziellen Rahmenbedingungen sind ein zentraler Punkt in den Verhandlungen. Guardiola müsste nach Informationen von ntv.de mit einem Gehalt von rund 5 Millionen Euro pro Jahr vorliebnehmen – ein Bruchteil dessen, was er bei seinen bisherigen Stationen verdiente. Pirlo hingegen wäre günstiger zu haben, aber auch sein Gehalt läge im Bereich von 3 bis 4 Millionen Euro.

Sportlich steht der italienische Verband vor der Herausforderung, eine junge Mannschaft zu formen, die an die erfolgreichen Zeiten anknüpfen kann. Nach dem Europameistertitel 2021 folgte eine Phase der Stagnation. Maldini und Leonardo setzen daher auf einen Trainer mit klarer Vision und internationaler Erfahrung – Eigenschaften, die sowohl Guardiola als auch Pirlo mitbringen.

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