JU Brandenburg kritisiert Spahn wegen Leihmutterschaft in USA
JU Brandenburg kritisiert Spahn wegen Leihmutterschaft

Die Junge Union (JU) in Brandenburg kritisiert den CDU-Bundestagsfraktionschef Jens Spahn, nachdem dieser mit seinem Ehemann Daniel Funke die Hilfe einer Leihmutter in den USA in Anspruch genommen hat. Die Landesvorsitzende Laura Strohschneider zeigte sich in einer Stellungnahme unzufrieden mit dem Verhalten des früheren Bundesgesundheitsministers.

Widerspruch zwischen privater Entscheidung und öffentlicher Haltung

„Wenn Spahn selbst auch ein Befürworter gewesen wäre, hätte ich entsprechend sein Vorgehen auch als legitim empfunden“, sagte Strohschneider. „Von jemandem in einem derart hohen Amt erwarte ich allerdings schon, dass seine privaten Entscheidungen mit den von ihm öffentlich vertretenen Positionen einhergehen.“ Die Leihmutterschaft ist in Deutschland gesetzlich verboten. Die CDU spricht sich – wie in der Vergangenheit auch Spahn selbst – gegen eine Legalisierung aus.

Spahn und Funke hatten am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie Eltern geworden sind. Eine Leihmutter in den USA brachte das Baby zur Welt. Diese Nachricht löste breite Kritik aus, da die Leihmutterschaft in Deutschland nicht erlaubt ist und Spahn sich bisher gegen eine Legalisierung ausgesprochen hatte.

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Rücktrittsforderung aus Mecklenburg-Vorpommern

Der CDU-Landeschef von Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, forderte in der „Bild“-Zeitung sogar den Rücktritt Spahns als Fraktionsvorsitzender. Die JU-Landesvorsitzende Strohschneider bewertete die entstandene Debatte hingegen positiv. „Ich finde es grundsätzlich gut, dass in Deutschland wieder über die Legalisierung von Leihmutterschaften diskutiert wird“, so Strohschneider.

Die Junge Union ist die Jugendorganisation der CDU und vertritt die Interessen junger Mitglieder. Die Diskussion um Spahns Vorgehen zeigt die innerparteilichen Spannungen in der Frage der Leihmutterschaft, die in Deutschland weiterhin illegal ist.

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