ZDF-Fritzy Kromp fordert mehr Frauen als Trainer im Männerfußball
Kromp fordert mehr Trainerinnen im Männerfußball

Kritik an mangelnder Diversität im Männerfußball

Werder-Trainerin Fritzy Kromp (41) hat eine klare Haltung zum Thema Diversität im Fußball. Die ZDF-Expertin kritisiert, dass im Männerfußball fast ausschließlich Männer als Trainer arbeiten. In der vergangenen Saison wurde mit Marie-Louise Eta (Union Berlin) erstmals eine Frau Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga, doch ein grundsätzlicher Wandel sei nicht in Sicht. Auch im neuen Jahr werden alle 18 Bundesligisten von Männern trainiert.

„Wir haben eine Männerquote“

„Wir sprechen zwar immer von einer Frauenquote, die kein Mensch will, aber wir haben eigentlich eine Männerquote. Frauen dürfen zwar immer mal reinschnuppern in einigen Bereichen, in anderen aber auf gar keinen Fall. Beispielsweise die Trainer-Position. Sie wird fast zu 100 Prozent von Männern besetzt“, betont Kromp. Sie fordert daher mehr Frauen im Männerfußball.

Heterogene Teams sind erfolgreicher

Für Kromp ist längst klar, dass Frauen dem Männerfußball einen Mehrwert bieten. „Heterogene Teams sind erfolgreicher, das ist hinlänglich bewiesen. Wir setzen bei Werder auch voll auf Diversität. Im Frauenbereich ist das üblich, im Männerbereich leider noch nicht“, so die Werder-Trainerin.

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Debatte durch Tabea Kemme angestoßen

Die Debatte hatte Magenta-TV-Expertin und Ex-Spielerin Tabea Kemme (34) vor einigen Tagen angestoßen. Im Zuge des peinlichen Ausscheidens der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay forderte sie einen anderen Mix beim DFB. „Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern brauchen wir eine viel breitere mentale Aufstellung – Thema Mental Coaching. Auch diverser. Wir haben im Fußballmännerbereich nur den Blick von Männern auf die Männer. Da wäre mein Wunsch, sich viel bunter aufzustellen“, sagte Kemme.

Strukturelle Defizite beim DFB

In den vergangenen Jahren hat der DFB versäumt, strukturelle Themen zu verbessern. Nun stecken die Hoffnungen in Ex-Liverpool-Coach Jürgen Klopp (59), der auf den zurückgetretenen Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) folgen soll. Ob Klopp jedoch diese Strukturen aufbrechen und grundlegende Themen wie Diversität anpacken will und kann, bleibt abzuwarten.

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