Die ultrarechte Influencerin Laura Loomer, bekannt als enge Vertraute von Donald Trump, hat überraschend die Ukraine besucht. In Kyjiw traf sie Präsident Wolodymyr Selenskyj und posierte mit einem Fastfood-Mahl vor zerstörten Gebäuden. Auf X (ehemals Twitter) postete sie: „Putin hat versucht, mit einer Drohne Jesus zu treffen.“ Der SPIEGEL traf die 33-Jährige in der ukrainischen Hauptstadt.
Wandel von der Russlandfreundin
Loomer galt lange als Russlandfreundin und verbreitete Verschwörungstheorien. Sie behauptete, der Ukraine-Krieg sei von den USA provoziert worden. Nun zeigt sie sich solidarisch. „Ich habe mich geirrt“, sagte sie dem SPIEGEL. „Die Ukraine kämpft für Freiheit.“ Der Besuch erfolgte auf Einladung eines ukrainischen Abgeordneten.
Treffen mit Selenskyj und Reaktionen
Das Treffen mit Selenskyj dauerte rund 30 Minuten. Loomer überreichte ihm eine Bibel. „Er war sehr dankbar“, so Loomer. In den sozialen Medien löste ihr Besuch gemischte Reaktionen aus. Anhänger feierten den Wandel, Kritiker warfen ihr Heuchelei vor. Trump selbst äußerte sich nicht dazu.
Hintergrund und Bedeutung
Loomer, die 2022 noch gegen Waffenlieferungen an die Ukraine war, ist nun für weitere Unterstützung. Experten sehen darin einen möglichen Stimmungsumschwung im rechten Lager. „Wenn jemand wie Loomer die Position wechselt, könnte das andere MAGA-Anhänger beeinflussen“, sagte Politikwissenschaftlerin Sarah Müller. Ob dies Bestand hat, bleibt abzuwarten.



