Laverne Cox verliert 90 Prozent ihres Einkommens
Laverne Cox, die durch die Netflix-Serie „Orange is the New Black“ berühmt wurde, verliert 90 Prozent ihres Einkommens. Die Schauspielerin und LGBTQ-Aktivistin macht das politische Klima unter Präsident Donald Trump dafür verantwortlich. Viele ihrer Engagements wurden gekündigt, was sie auf den antidiversen Kulturkampf der Regierung zurückführt.
Vom Erfolg zum Absturz
Die 54-jährige Cox erlangte 2013 mit der Serie weltweite Bekanntheit, in der sie eine trans Frau spielte. Sie wurde viermal für den Emmy nominiert und nutzte ihre Popularität, um sich für die Rechte von Transpersonen einzusetzen. Sie arbeitete als Sprecherin an Universitäten und als Markenbotschafterin für Diversität. Doch nun hat sich der Wind gedreht.
Die Folgen der Trump-Politik
Seit die Trump-Regierung ihren antidiversen Kurs fährt, sind Cox‘ Engagements drastisch zurückgegangen. „Die Diskriminierung hat materielle Konsequenzen“, sagt sie im Gespräch mit dem „Guardian“. Transpersonen würden zu Sündenböcken gemacht, entmenschlicht und systematisch aus der Öffentlichkeit verbannt. Cox selbst fühlt sich an ihre traumatische Jugend in Alabama erinnert, die von Ausgrenzung und Gewalt geprägt war.
Ein Rückblick auf schwierige Zeiten
In ihrem Memoir „Transcendent“ beschreibt Cox ihre Jugend, in der sie von ihrer Mutter verbal niedergemacht, in der Schule gemobbt und als Teenager missbraucht wurde. 1998 begann sie ihre Transition. Sie spielte in Off-Broadway-Stücken und Reality-TV-Sendungen und arbeitete als Model. Doch erst der Erfolg von „Orange is the New Black“ bot ihr die Chance, ihre Anliegen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Der Verlust von 90 Prozent ihres Einkommens zeigt, wie schnell sich die gesellschaftliche Stimmung ändern kann. Cox bleibt jedoch aktiv und kämpft weiter für die Rechte von Transpersonen, auch wenn die Zeiten schwieriger geworden sind.



