Die rechtsnationale Politikerin Marine Le Pen hat eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr ausgeschlossen, sollten sie in einem Berufungsprozess um mutmaßlich veruntreute EU-Gelder zum Tragen einer Fußfessel verurteilt werden. In einem solchen Fall könnte sie keinen freien Wahlkampf führen, sagte Le Pen am Mittwochabend dem Sender BFM.
Hintergrund des Verfahrens
Le Pen hat Berufung gegen ein Urteil vom März 2025 eingelegt, in dem sie und weitere Mitglieder ihrer Partei Rassemblement National wegen Veruntreuung von Geldern des EU-Parlaments für die Beschäftigung von Mitarbeitern schuldig gesprochen wurden. Bis zu dem Urteil, das die französische Politik erschütterte, galt Le Pen als aussichtsreichste Kandidatin für die Nachfolge von Präsident Emmanuel Macron bei den Wahlen im kommenden Jahr.
Le Pens Position und mögliche Auswirkungen
Le Pen hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Entscheidung des Gerichts wurde am Donnerstag erwartet. Sollte sie zu einer Fußfessel verurteilt werden, wäre ihre Kandidatur unwahrscheinlich, was die französische Präsidentschaftswahl grundlegend verändern könnte.



