US-Senator Lindsey Graham ist tot. Der republikanische Politiker starb am 12. Juli 2026 im Alter von 70 Jahren in Kiew, wie sein Büro mitteilte. Noch am Tag vor seinem Tod war er in der ukrainischen Hauptstadt zu politischen Gesprächen. Die Todesursache wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Vom Militärjuristen zum Trump-Vertrauten
Grahams politische Karriere war geprägt von Ehrgeiz und einem bemerkenswerten Wandel. Der gelernte Militärjurist aus South Carolina zog 1995 in den US-Senat ein. Zunächst galt er als gemäßigter Republikaner, der mit Demokraten zusammenarbeitete. Doch mit dem Aufstieg von Donald Trump änderte sich sein Kurs radikal. „Er war ein Mann, der Trump erst verdammte – und dann diente“, schrieb die Funke Mediengruppe in einem Nachruf.
Graham war einer der engsten Verbündeten Trumps im Senat und setzte sich für dessen Politik ein, insbesondere in der Außenpolitik. Er galt als scharfer Kritiker Russlands und unterstützte die Ukraine im Krieg gegen Moskau. Seine Reise nach Kiew kurz vor seinem Tod unterstreicht sein Engagement für die ukrainische Sache.
Reaktionen auf seinen Tod
„Lindsey war ein Patriot, der sein Land über alles stellte“, sagte Senator Mitch McConnell. Auch von Demokraten gab es Würdigungen. „Er war ein fairer Gegner, der seine Überzeugungen nie verriet“, erklärte der demokratische Fraktionschef Chuck Schumer. Trump selbst äußerte sich auf seiner Plattform Truth Social: „Er war ein großartiger Senator und ein noch besserer Freund. Wir werden ihn vermissen.“
Grahams Tod hinterlässt eine Lücke im Senat. Der Gouverneur von South Carolina muss nun einen Nachfolger ernennen, bis eine Sonderwahl stattfindet. Die Republikaner verlieren damit einen ihrer profiliertesten Außenpolitiker.



