Lothar Matthäus empört: FIFA hebt Rot-Sperre gegen US-Star Balogun auf
Matthäus empört: FIFA hebt Rot-Sperre gegen Balogun auf

Lothar Matthäus ist außer sich: Die FIFA hat die Rote Karte gegen US-Stürmer Folarin Balogun aufgehoben, und der Weltmeister von 1990 sieht darin einen Skandal. „Ich kotze!“, wird Matthäus in einem Bericht zitiert. Für ihn hat die FIFA mit dieser Entscheidung eine Grenze überschritten. Der 65-Jährige spricht von Manipulation, gebrochenen Regeln und einem „Game-Changer“ für den gesamten Fußball.

Matthäus: Politische Einflussnahme auf die FIFA

Matthäus bewertet die Rolle der Politik in diesem Fall äußerst kritisch. Er vermutet, dass die Aufhebung der Sperre auf Druck von US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino zustande kam. „Das ist ein Skandal, der den Fußball beschmutzt“, sagte Matthäus. Er betont, dass die FIFA ihre Autonomie verloren habe und nun politischen Interessen unterworfen sei.

Die ursprüngliche Rote Karte gegen Balogun war im Achtelfinale der WM gegen Deutschland gefallen. Der Stürmer hatte einen deutschen Spieler mit einer raschen Bewegung getroffen. Die FIFA-Berufungskommission entschied jedoch, die Sperre aufzuheben, was Matthäus als „Hohn für alle Fußballfans“ bezeichnet.

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Boykott des USA-Spiels

Aus Protest kündigte Matthäus an, das Viertelfinalspiel der USA zu boykottieren. „Ich werde mir dieses Spiel nicht ansehen. Das ist kein fairer Wettbewerb mehr“, erklärte er. Der Rekordnationalspieler forderte zudem eine unabhängige Untersuchung der Entscheidung.

Die Diskussion um die Aufhebung der Roten Karte hat weitreichende Folgen: Experten warnen vor einem Präzedenzfall, der die Glaubwürdigkeit der FIFA und des Fußballs insgesamt untergräbt. „Wenn solche Entscheidungen politisch motiviert sind, ist der Sport nicht mehr ernst zu nehmen“, so ein Kommentator.

Reaktionen aus der Fußballwelt

Auch andere Fußballgrößen äußerten sich kritisch. Der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sprach von einem „schwarzen Tag für den Fußball“. Die deutsche Nationalmannschaft, die durch die Sperre begünstigt gewesen wäre, zeigte sich enttäuscht. „Wir respektieren die Entscheidung, aber wir verstehen sie nicht“, sagte ein Sprecher.

Die FIFA selbst verteidigte die Entscheidung mit Verweis auf eine fehlerhafte Bewertung des Schiedsrichters. Balogun sei unschuldig, hieß es. Doch Matthäus und viele andere sehen darin eine Farce. „Die Regeln gelten für alle, oder sie gelten für niemanden“, schloss Matthäus.

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