Mexikos Nationalspieler müssen Rolex-Geschenke von Youtuber zurückgeben
Mexiko-Spieler müssen Rolex-Uhren zurückgeben

Der mexikanische Fußballverband (FMF) hat entschieden, dass alle Spieler und Betreuer der Nationalmannschaft die ihnen geschenkten Rolex-Uhren zurückgeben müssen. Die Luxusuhren im Gesamtwert von knapp einer Million Dollar (etwa 870.000 Euro) waren ein Geschenk des US-amerikanischen Youtubers SteveWillDoIt, bürgerlich Stephen Deleonardis (27).

Hintergrund des Geschenks

Deleonardis hatte nach eigenen Angaben zwei Millionen Dollar (rund 1,75 Millionen Euro) auf einen Sieg der mexikanischen Nationalmannschaft in der ersten K.o.-Runde der WM gegen Ecuador gesetzt. „El Tri“ gewann die Partie tatsächlich mit 2:0, wodurch Deleonardis einen hohen Gewinn erzielte – die genaue Summe nannte er nicht. Aus Freude über den Erfolg besuchte er das Trainingslager der Mexikaner und schenkte jedem Spieler und jedem Betreuer eine Rolex-Uhr. Ein von ihm veröffentlichtes Video zeigt die Auswahl der Uhren und die ausgelassene Stimmung der Kicker, die ihren Gönner am Ende in die Luft warfen.

Entscheidung des Verbands

Doch die Freude währte nur kurz: Der FMF ordnete die Rückgabe der Uhren an. Der Verband befürchtete, dass die Annahme der Geschenke als Regelverstoß ausgelegt werden könnte, da die Uhren aus einem Wettsieg finanziert wurden. In einer Mitteilung auf der Plattform X hieß es: „Wir haben uns darauf verständigt, dass die Spieler die Geschenke zurückgeben, die sie vom Content-Creator @stevewilldoit erhalten haben. Die Geschenke waren eine Initiative des Creators.“

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Sensibles Thema Sportwetten

Die Rückgabe der Uhren zeigt, wie sensibel Fußballverbände mittlerweile auf das Thema Sportwetten reagieren. Die Verbände wollen vermeiden, dass Spieler oder Funktionäre in den Verdacht geraten, durch Wetten beeinflusst zu werden. SteveWillDoIt ist für seine spektakulären Wetten und kostspieligen Geschenke bekannt. Er teilt seine erfolgreichen Wettscheine häufig im Internet oder lässt sich mit Bergen von Dollarnoten fotografieren. Auf Youtube verfolgen ihn rund 1,4 Millionen Menschen, auf Instagram hat er über 3,7 Millionen Follower.

Reaktionen und Folgen

Die Spieler zeigten sich enttäuscht über die Entscheidung, akzeptierten sie jedoch. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Bedeutung von Social-Media-Influencern im Sport und die damit verbundenen rechtlichen und ethischen Fragen. Für die mexikanische Nationalmannschaft steht nun die sportliche Aufgabe im Vordergrund: Nach dem Sieg gegen Ecuador trifft sie im Viertelfinale auf einen noch nicht feststehenden Gegner.

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