Seit Tagen bombardieren die USA erneut Ziele im Iran. Die Führung in Teheran zeigt sich davon kaum beeindruckt und reagiert mit eigenen Vergeltungsschlägen. Der Militärexperte Max Mutschler rät den USA, auf Diplomatie zu setzen und das eigene Debakel einzugestehen.
Was bezweckt die US-Führung mit den Angriffen?
Im Gespräch mit dem Tagesspiegel erklärte Mutschler, dass es beiden Seiten letztlich darum gehe, ihre Kampfbereitschaft zu signalisieren, um das bestmögliche Ergebnis für sich herauszuholen. Das im Juni zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Rahmenabkommen habe sich als nicht tragfähig erwiesen.
Die USA unter Präsident Donald Trump setzen seit Tagen auf militärische Schläge, während der Iran mit Vergeltung antwortet. Die Eskalation zeigt nach Ansicht des Experten, dass beide Seiten ihre Positionen untermauern wollen.
Empfehlung: Verhandlungen statt Militärschläge
Mutschler empfiehlt den USA, das Scheitern der bisherigen Strategie einzugestehen und auf Verhandlungen zu setzen. „Die USA sollten sich ihr Debakel eingestehen und auf Verhandlungen setzen“, so der Militärexperte wörtlich. Nur so könne eine weitere Eskalation vermieden werden.
Die derzeitige Situation sei gefährlich, da beide Seiten keine Bereitschaft zu Zugeständnissen zeigten. Stattdessen versuchten sie, durch militärische Stärke ihre Verhandlungsposition zu verbessern.
Hintergrund der Iran-Politik
Die USA hatten im Juni ein Rahmenabkommen mit dem Iran geschlossen, das jedoch brüchig ist. Die aktuellen Angriffe untergraben dieses Abkommen zusätzlich. Der Iran sieht sich durch die US-Angriffe provoziert und reagiert mit Gegenschlägen, was die Spirale der Gewalt weiter antreibt.
Mutschler betont, dass eine diplomatische Lösung notwendig sei, um langfristigen Frieden zu sichern. Die USA müssten ihre Strategie überdenken und den Dialog suchen, statt auf militärische Mittel zu setzen.



