Der gescheiterte Plan des Mossad im Iran
Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hat offenbar versucht, den früheren iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad erneut an die Macht zu bringen. Dieser Plan ist jedoch gescheitert. Der ehemalige BND-Mitarbeiter Gerhard Conrad erklärt, was schiefgelaufen sein könnte und warum Wunschdenken oft den Blick auf die Realität vernebelt.
Gerhard Conrad über die Qualität des Mossad
Conrad, der jahrelang für den deutschen Auslandsnachrichtendienst (BND) tätig war, äußert sich zur Frage, ob der Mossad der beste Geheimdienst der Welt sei. Er sagt: „Er gehört zweifellos zu den besonders guten Diensten. Vor allem, wenn man seine Größe berücksichtigt. Der Mossad ist mit seinen etwa 7000 Mitarbeitern deutlich kleiner als etwa die amerikanische CIA oder die russische Hauptverwaltung für Aufklärung (SVR). Aber daran gemessen ist er überproportional erfolgreich.“
Lehren aus dem Fiasko
Das Scheitern des Plans zeigt laut Conrad, dass selbst die besten Geheimdienste an ihre Grenzen stoßen können. Die Lehre daraus: „Überfordere Deinen eigenen Geheimdienst nicht.“ Wunschdenken und politische Vorgaben könnten die Arbeit der Nachrichtendienste negativ beeinflussen und zu Fehleinschätzungen führen.



