Nato-Gipfel in Ankara: Zerbrechliches Bündnis unter Trump
Nato-Gipfel in Ankara: Zerbrechliches Bündnis unter Trump

Am 7. und 8. Juli treffen sich die Staats- und Regierungschefs aus rund 30 Staaten in der türkischen Hauptstadt Ankara zum Nato-Gipfel. Der Zusammenhalt innerhalb des transatlantischen Verteidigungsbündnisses wird seit der zweiten Amtszeit von Donald Trump auf eine harte Probe gestellt. Immer wieder kritisiert der US-Präsident die Nato-Verbündeten öffentlich. Zuletzt im Kontext des Iran-Krieges, als Washington militärisch handelte, ohne die europäischen Partner auch nur vorab zu informieren – und nun dennoch Unterstützung einfordert.

Trumps Drohungen und die Reaktion Europas

Auch vor Drohungen gegen Nato-Partner schreckt Trump nicht zurück, wie etwa im Falle Kanadas und Grönlands. Wiederholt hat die US-Regierung Zweifel an der Beistandspflicht gegenüber Europa gesät. Europa folgt der Forderung aus den USA, stärker in die eigene Sicherheit zu investieren. Viele Nato-Mitglieder haben ihre Verteidigungsausgaben in den vergangenen Monaten deutlich erhöht. Doch reichen die europäischen Anstrengungen, um das Vakuum zu füllen, das der angekündigte Rückzug der USA hinterlassen wird? Wie könnte eine „Europäisierung“ der Nato – also eine stärkere europäische Führungsrolle im Bündnis – politisch und militärisch konkret aussehen?

Die Rolle der Türkei und der Expertentalk

Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Gastgeber: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan will den Gipfel nutzen, um Einfluss und Ansehen seines Landes zu stärken. Die Türkei pflegt enge Beziehungen sowohl zu Russland als auch zur Ukraine – und sitzt damit an einem wichtigen Hebel. Der Tagesspiegel verfolgt den Gipfel für Sie direkt vor Ort. Am Dienstagmittag laden wir Sie herzlich zu einem „High Noon“-Expertentalk live aus Ankara ein. Kurz vor dem offiziellen Beginn des Gipfels ordnen die Expertinnen und Experten des Tagesspiegels darin für Sie ein, welche Themen in Ankara auf der Agenda stehen. Wo könnte es zu einer Einigung kommen, wo droht Streit? Was kann der Nato-Gipfel im besten Fall erreichen? Was könnte im schlimmsten Fall drohen?

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Diskutanten und Moderation

Es diskutieren: Benedikt Franke, CEO und Stellvertretender Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC); Nina Locher, Policy Fellow im Zentrum für Sicherheit und Verteidigung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP); Christopher Ziedler, Redakteur Hauptstadtbüro, Tagesspiegel. Es moderiert Anja Wehler-Schöck, Mitglied der Chefredaktion des Tagesspiegels. Interessierte können sich anmelden, um live mitzudiskutieren.

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