Deutschland und Frankreich vertiefen nukleare Zusammenarbeit
Nukleare Abschreckung: Deutschland und Frankreich kooperieren

Deutschland und Frankreich haben eine engere Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Abschreckung vereinbart. Der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat wird am Freitag auf dem Fliegerhorst Nörvenich in Nordrhein-Westfalen tagen, wie ein deutscher Regierungsvertreter am Donnerstag mitteilte. „Dort werden heute erstmals ein nuklearfähiger französischer Rafale-Jet und deutsche Eurofighter betankt.“

Erste Umsetzung der Vereinbarung von März

Dies sei „ein erstes Stück“ der Umsetzung zu einer engeren Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung, die Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz Anfang März verabredet hätten. Es wird erwartet, dass im Herbst eine erste Beteiligung deutscher Soldaten an einem französischen Atom-Manöver stattfindet.

Hintergrund: Unsicherheit über US-Unterstützung

Hintergrund der Initiative ist die wachsende Unsicherheit über die Verlässlichkeit der USA unter Präsident Donald Trump. Deutschland arbeitet zwar weiterhin mit den USA bei der nuklearen Abschreckung zusammen, will aber auch die Kooperation mit den europäischen Atommächten Frankreich und Großbritannien stärken.

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Konventionelle Rüstung und FCAS

Neben der nuklearen Zusammenarbeit sollen auch Verabredungen zur verstärkten konventionellen Rüstung getroffen werden. Dazu gehört die Zukunft des Luftwaffenprojekts FCAS, bei dem Frankreich und Deutschland kein gemeinsames Kampfflugzeug mehr bauen, aber bei Leitsystem und Drohnen kooperieren wollen.

Der Sicherheits- und Verteidigungsrat tagt vor dem deutsch-französischen Ministerrat am Freitag auf Schloss Augustusburg in Brühl. Merz und Macron treffen sich bereits am Donnerstagabend und werden Statements abgeben.

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