US-Demokraten-Kandidat Platner zieht sich nach Skandalen zurück
Platner beendet Senatskampagne nach Skandalen

Der demokratische Senatskandidat Graham Platner aus Maine hat seine Kampagne nach einer Serie von Skandalen beendet. Der 41-jährige ehemalige Marineinfanterist, der Austern züchtet, warf das Handtuch, nachdem Vorwürfe sexueller Übergriffe, ein Nazi-ähnliches Tattoo und anstößige Internetbeiträge öffentlich geworden waren. Für die Demokraten kommt der Rückzug zur Unzeit: Das Rennen in Maine galt als eine ihrer besten Chancen, bei den Wahlen im November einen Sitz im Senat zu gewinnen. Die Republikaner halten dort derzeit eine Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen.

Vorwürfe der sexuellen Gewalt und weiterer Skandale

Das Magazin „Politico“ und der Sender CNN berichteten, eine Frau werfe Platner vor, sie vor fast fünf Jahren vergewaltigt zu haben. Die „Washington Post“ meldete zudem, eine frühere Freundin habe ausgesagt, Platner habe beim Sex wiederholt ohne ihre Zustimmung Kondome entfernt. Platner wies die Vorwürfe in einem Video auf der Plattform X entschieden zurück und bezeichnete sie als „beunruhigend, schwerwiegend und falsch“. Führende Demokraten hatten ihn jedoch zum Rückzug aufgefordert und mit dem Entzug von Wahlkampfgeldern gedroht.

Frühere Kontroversen um Tattoo und Posts

Bereits zuvor war Platner wegen einer Tätowierung, die einem Nazisymbol ähnelte, sowie anstößiger Internetbeiträge in die Kritik geraten. Er hatte in der Vergangenheit Fehlverhalten eingeräumt und um Vergebung gebeten. Dies begründete er mit Alkoholmissbrauch und psychischen Problemen nach seinen Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan.

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Auswirkungen auf die Senatswahl

Platner hatte sich im Juni bei der Vorwahl für die Kongresswahlen im November als Herausforderer der amtierenden republikanischen Senatorin Susan Collins durchgesetzt. Er galt als große Hoffnung der Partei und wurde von prominenten Linken wie dem langjährigen Senator und früheren Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders unterstützt. Der Rückzug dürfte die Bemühungen der Demokraten erschweren, die Kontrolle über den Senat zu erlangen.

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