Rassismus-Eklat um Mbappé: Senatorin droht juristische Niederlage
Rassismus-Eklat um Mbappé: Senatorin droht Niederlage

Der Rassismus-Skandal um den französischen Fußballstar Kylian Mbappé zieht weitere Kreise. Nachdem die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla Mbappé in einer Fernsehshow rassistisch beleidigt hatte, droht ihr nun juristischer Ärger. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die Politikerin eingeleitet. Amarilla wiederum kündigte an, Mbappé verklagen zu wollen.

Hintergrund des Eklats

In einer paraguayischen Talkshow hatte Amarilla über Mbappé gesagt: „Er ist ein schwarzer Junge, der nichts im Kopf hat.“ Die Aussage löste weltweit Empörung aus. Mbappé selbst reagierte zunächst nicht öffentlich, sein Umfeld jedoch zeigte sich schockiert. Der französische Fußballverband verurteilte die Äußerungen scharf und sprach von „inakzeptablem Rassismus“.

Amarilla verteidigte sich später: Sie habe lediglich eine Meinung geäußert und keine rassistische Absicht gehabt. Dennoch wächst der Druck auf die Senatorin. In Paraguay fordern Oppositionspolitiker ihren Rücktritt. Auch internationale Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Aussage.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Juristische Schritte

Die Pariser Staatsanwaltschaft bestätigte am Dienstag, dass sie wegen „öffentlicher Beleidigung aufgrund der Herkunft“ ermittle. Das französische Gesetz sieht für derartige Delikte Geldstrafen oder sogar Haftstrafen vor. Amarilla hingegen kündigte an, Mbappé wegen Verleumdung zu verklagen. „Ich werde nicht zulassen, dass mein Ruf zerstört wird“, erklärte sie in einem Interview.

Mbappés Anwälte zeigten sich zuversichtlich. „Die Äußerungen sind eindeutig rassistisch und werden vor Gericht Bestand haben“, sagte ein Sprecher. Der Fall könnte weitreichende Folgen haben: Er zeigt, dass selbst hochrangige Politiker für rassistische Beleidigungen zur Rechenschaft gezogen werden können.

Reaktionen aus der Fußballwelt

Zahlreiche Fußballgrößen solidarisierten sich mit Mbappé. Der französische Teamkollege Antoine Griezmann schrieb auf Twitter: „Wir stehen hinter dir, Kylian. Rassismus hat keinen Platz im Sport.“ Auch der Weltverband FIFA äußerte sich besorgt. Präsident Gianni Infantino betonte: „Wir müssen null Toleranz gegenüber Rassismus zeigen.“

Der Vorfall überschattet die Vorbereitungen auf die kommende Weltmeisterschaft. Mbappé gilt als einer der wichtigsten Spieler Frankreichs. Experten befürchten, dass solche Vorfälle den Sport weiter spalten könnten.

Ausblick

Die Ermittlungen in Paris könnten Monate dauern. Sollte Amarilla verurteilt werden, müsste sie mit einer Geldstrafe von bis zu 45.000 Euro rechnen. Eine Auslieferung nach Frankreich ist jedoch unwahrscheinlich, da Paraguay eigene Gesetze hat. Der Fall dürfte dennoch ein starkes Signal gegen Rassismus im internationalen Sport senden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration