Rubio: Iran bei der WM in den USA willkommen
Rubio: Iran bei der WM willkommen

US-Außenminister Marco Rubio hat dem Iran die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada zugesichert. Er trat damit Spekulationen entgegen, wonach Italien für das von den USA angegriffene Land nachrücken könnte.

Rubio: Keine Einreiseverbote für Spieler

„Die Spieler sind in den USA willkommen“, sagte Rubio am Donnerstag im Oval Office. Zugleich distanzierte er die US-Regierung von einem Vorschlag, Italien könne den WM-Platz Irans übernehmen. „Niemand in den USA hat ihnen gesagt, dass sie nicht kommen könnten“, betonte der Außenminister. Hintergrund waren Spekulationen über mögliche Einreisebeschränkungen für Mitglieder der iranischen Delegation.

Einschränkungen für Begleitpersonen möglich

Rubio wies jedoch darauf hin, dass Einschränkungen für Begleitpersonen mit Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) möglich seien. Die IRGC werden von den USA und mehreren anderen Staaten als Terrororganisation eingestuft. „Es könnte so sein, dass wir sie nicht reinlassen werden, aber das gilt nicht für die Spieler selbst“, erklärte Rubio.

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Italienische Spekulationen zurückgewiesen

Anlass der Debatte war ein Vorstoß des italienischstämmigen US-Sonderbeauftragten Paolo Zampolli. Dieser hatte der Financial Times gesagt, er habe US-Präsident Donald Trump und die FIFA auf die Idee angesprochen, Italien könne Irans Platz bei der WM übernehmen. Rubio wies dies zurück: „Ich weiß nicht, wo das herkommt.“ Auch Italien reagierte ablehnend. Sportminister Andrea Abodi sagte, eine Teilnahme durch die Hintertür sei „erstens nicht möglich und zweitens nicht angemessen – man qualifiziert sich auf dem Platz“. Italiens Olympiachef Luciano Buonfiglio betonte: „Ich würde mich beleidigt fühlen. Man muss sich seinen Platz bei der WM verdienen.“ Die iranische Botschaft in Rom sprach angesichts des möglichen Nationentauschs von „moralischem Bankrott“ der USA.

Italien war in den Playoffs an Bosnien-Herzegowina gescheitert. Der Iran ist für die WM-Spiele in der Gruppe G mit zwei Partien in Los Angeles und einer Begegnung in Seattle angesetzt, das Teamquartier soll in Tucson im Bundesstaat Arizona sein.

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