Russische Desinformationskampagne zielt auf Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Russische Desinformation bedroht Wahl in Sachsen-Anhalt

Eine von Russland gesteuerte Desinformationskampagne versucht offenbar, den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt zu beeinflussen. Wie die Wochenzeitung „Zeit“ am Donnerstag berichtete, verbreitet die Kampagne seit Anfang Juli Fake News über Landtagskandidaten von Grünen, CDU, Linkspartei und SPD.

Falschbehauptungen über Bot-Netzwerk verbreitet

Die Falschbehauptungen werden in Form kurzer Videos von einem Bot-Netzwerk über die Plattform X verbreitet. Dabei werden Logos bekannter Medienmarken wie „Süddeutsche Zeitung“, „FAZ“, SpiegelTV oder „Zeit“ missbraucht, um glaubwürdiger zu wirken. Dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) ist die „unzulässige ausländische Einflussnahme und Informationsmanipulation“ bekannt. Sie habe das Ziel, den Wahlausgang zu beeinflussen, teilte das BfV der „Zeit“ mit.

AfD bisher nicht betroffen

„Parteien, deren Kandidaten durch diese Desinformationskampagne nicht diskreditiert werden, könnten von der Kampagne profitieren“, sagte ein Sprecher des Verfassungsschutzes Sachsen-Anhalt der „Zeit“. Die AfD ist bisher nicht von der Fake-News-Operation betroffen, wie die Partei der Zeitung mitteilte. Die Operation soll Teil der „Operation Matrjoschka“ sein, die seit Juni 2026 von Russland aus gesteuert werden soll. Der Staatsschutz in Sachsen-Anhalt ermittelt wegen Verleumdung gegen die bislang unbekannten Macher der Kampagne.

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