Russland greift Ukraine massiv an: Tote und Verletzte in Kiew und Dnipro
Russland attackiert Ukraine: Tote in Kiew und Dnipro

Schwere russische Luftangriffe auf die Ukraine

Die polnische Luftwaffe wurde alarmiert, als Russland in der Nacht massive Angriffe auf die Ukraine flog. Dabei stieg die Zahl der Todesopfer stetig an. Nach Angaben örtlicher Behörden wurden mindestens 11 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt. In der Hauptstadt Kiew kamen vier Menschen ums Leben, 58 weitere wurden verletzt, darunter zwei Kinder, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mitteilte. 40 Verletzte werden stationär behandelt.

In der Stadt Dnipro starben sieben Menschen, 36 wurden verletzt. Auch andere Regionen wie Charkiw meldeten Opfer und Schäden. Hier wurden zehn Menschen verletzt, darunter ein Kind. In Kiew schlug eine Rakete in ein Hochhaus ein, das teilweise einstürzte. Es besteht die Gefahr, dass Bewohner unter den Trümmern eingeschlossen sind. In mehreren Stadtteilen brachen durch herabfallende Trümmer Brände in Gebäuden und an Fahrzeugen aus. Die Alarmsirenen heulten in Kiew und fast der gesamten Ukraine, Tausende suchten Schutz in U-Bahn-Stationen.

Polen reagiert mit Alarmierung der Luftabwehr

Das polnische Militär erklärte auf X, dass angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt wurde. Militärflugzeuge stiegen auf. Bei größeren Angriffen in der Ukraine kommt es in Polen immer wieder zu solchen Alarmierungen, manchmal steigen auch Kampfjets von Nato-Partnern auf.

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Russland setzt Hyperschallraketen ein

Nach Angaben der Ukraine setzte Russland bei dem Großangriff 73 Raketen und 656 Drohnen ein. Davon wurden 40 Raketen und 602 Drohnen abgefangen. Hauptziel war Kiew. Landesweit wurden 38 Objekte getroffen. Besonders besorgniserregend ist der Einsatz von acht Zirkon-Hyperschallraketen, der vermutlich größten Anzahl dieser Waffen bei einem einzelnen Angriff seit Kriegsbeginn, so ein Luftwaffensprecher.

Moskau sprach von einem „massiven Angriff“ auf Einrichtungen des militärisch-industriellen Komplexes in der Ukraine. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, der Angriff habe sich gegen Ziele in Kiew, Saporischschja, Charkiw und Dnipropetrowsk gerichtet. Auch die von der ukrainischen Armee genutzte Energie- und Verkehrsinfrastruktur sei ins Visier genommen worden.

Selenskyj warnt vor weiteren Angriffen

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in seiner abendlichen Videoansprache vor einem möglichen massiven russischen Angriff gewarnt. „Geheimdienstwarnungen bezüglich russischer Angriffe bleiben in Kraft. Ein massiver Schlag ist möglich, sie haben dies vorbereitet“, sagte Selenskyj. Die ukrainische Flugabwehr sei zwar in Bereitschaft, aber fehlender Nachschub westlicher Verbündeter bereite Probleme bei der Abwehr von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern.

Russland hatte vergangene Woche „systematische Schläge“ auf militärische Ziele und Entscheidungszentren in Kiew angekündigt. Dies sei eine Reaktion auf einen Drohnenangriff auf ein Wohnheim in der von Russland besetzten Region Luhansk, bei dem 21 Menschen getötet wurden. Die Ukraine bestritt, den Angriff ausgeführt zu haben. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

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