Saudi-Arabien plant Militärkoalition zum Schutz des Roten Meeres
Saudi-Arabien plant Koalition für Rotes Meer

Saudi-Arabien plant nach den jüngsten Angriffen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz die Gründung einer multinationalen Militärkoalition zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer. Vertreter aus 43 Ländern und der Europäischen Union nahmen an einem Treffen teil, bei dem die Pläne erörtert wurden, teilte das saudische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Saudi-Arabien soll die Koalition als Gründungs- und Führungsstaat leiten und das Hauptquartier stellen. 14 Länder, darunter die Türkei, Pakistan und Ägypten, bekundeten in einer gemeinsamen Erklärung ihre Unterstützung.

Huthi-Angriffe vom Irak aus

Insidern zufolge haben die jemenitischen Huthi-Rebellen in dieser Woche Angriffe auf Saudi-Arabien von irakischem Staatsgebiet aus verübt. Dabei kooperierten sie mit bewaffneten örtlichen Gruppen unter Führung der iranischen Revolutionsgarden. Ziel der Angriffe waren unter anderem Ölanlagen im Osten Saudi-Arabiens. Als Reaktion flogen Saudi-Arabien und die USA am Mittwoch gemeinsame Luftangriffe auf Ziele im Irak. Saudi-Arabien machte offiziell mit dem Iran verbündete irakische Gruppen verantwortlich, während die Huthis die Taten für sich reklamierten. Der Irak kündigte eine Untersuchung an. Nach den saudischen Gegenschlägen sagte Ministerpräsident Ali al-Saidi einen für Donnerstag geplanten Besuch bei Kronprinz Mohammed bin Salman ab.

Ölpreise geben leicht nach

Die Ölpreise sind am Donnerstag nach ihrem Vortagessprung etwas gefallen. Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee kostete knapp 90 US-Dollar pro Barrel, gut ein Prozent weniger als am Vortag. Zur Wochenmitte war der Preis um fast acht Prozent gestiegen, nachdem der Konflikt zwischen den USA und dem Iran durch einen Angriff Teherans auf einen US-Stützpunkt in Jordanien eskaliert war. Donald Trump drohte daraufhin mit Vergeltung, was die Ölpreise zusätzlich antrieb.

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Jordanien fängt Raketen aus dem Iran ab

Die jordanische Flugabwehr hat nach Militärangaben fünf aus dem Iran abgefeuerte Raketen abgeschossen. Verletzte oder Tote wurden nicht gemeldet. Die Raketen wurden am Donnerstagmorgen abgefangen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Petra berichtete. Zuvor hatte das US-Militär eine schwere Angriffswelle gegen den Iran abgeschlossen, die als Reaktion auf den iranischen Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien erfolgte.

Fortschritte bei Hamas-Entwaffnung

Bei Gesprächen in Kairo über eine Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen soll es Fortschritte gegeben haben, bestätigten Hamas-Kreise. Eine offizielle Stellungnahme könnte bis Freitag veröffentlicht werden. Bei intensiven Verhandlungen sei weitgehende Einigkeit über einen 15-Punkte-Fahrplan erzielt worden. Die Hamas sei demnach bereit, ihre Waffen unter die Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung und internationaler Vermittler zu stellen. Im Gegenzug müsse Israel seine Truppen komplett aus dem Gazastreifen abziehen und gezielte Tötungen stoppen.

USA verhängen neue Iran-Sanktionen

Die USA haben neue Sanktionen gegen den Iran verhängt, die sich gegen acht Tanker und zehn Unternehmen richten. Sechs der betroffenen Unternehmen haben ihren Sitz in China. US-Präsident Donald Trump kündigte zudem harte Vergeltungsmaßnahmen an. Das US-Militär erklärte, den iranischen Raketenangriff abgewehrt zu haben.

Huthis erwägen Gebühren für Rotes Meer

Die Huthi-Miliz erwägt offenbar die Einführung von Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Bab al-Mandab-Straße. Dies sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Der Plan wurde bei einem Treffen in Teheran erörtert. Mit einer solchen Gebühr solle der Druck auf die USA erhöht werden. Die Straße verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist eine strategisch wichtige Route für den Welthandel.

Preise im Iran steigen weiter

Die Preise im Iran sind im vergangenen Jahr um 66 Prozent gestiegen, berichtete der staatliche Rundfunk. Die steigenden Kosten, fehlende Perspektiven und eine verschlechterte Versorgungslage belasten die Bevölkerung deutlich. Krankenhäuser seien überfüllt, vor Fachambulanzen bildeten sich lange Warteschlangen.

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