Der spanische Stürmer Borja Iglesias (33) hat vor dem WM-Finale am Sonntag (21 Uhr/ZDF und MagentaTV) klargestellt, dass er die geplante Handschlag-Zeremonie mit US-Präsident Donald Trump (80) nur widerwillig absolvieren wird. Gegenüber dem spanischen Magazin „Panenka“ erklärte der Celta-Vigo-Angreifer: „Ich will nicht ins Gefängnis gehen.“ Trump wird bei der Medaillen- und Pokalverleihung auf dem Feld erwartet, was Iglesias als unangenehm empfindet.
Iglesias hofft auf schnelle Begegnung
Iglesias betonte, dass er die Freude über einen möglichen Finalsieg über den Moment stellen wolle: „Ich hoffe, ihn in einem Moment begrüßen zu können, in dem wir alle sehr glücklich sind, und dass dieser Moment schnell vorübergeht und ich ihn dann vergessen kann.“ Der Stürmer, der bei dieser WM erst eine Minute auf dem Platz stand, befürchtet eine ähnlich unangenehme Szene wie bei der letzten WM, als der Emir von Katar Lionel Messi (39) ein traditionelles Gewand umhängte – ein Vorgang, der laut FIFA-Regeln eigentlich verboten war.
Politische Äußerungen nicht neu
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Borja Iglesias politisch positioniert. Nach dem Kuss-Skandal im spanischen Verband 2023, bei dem der damalige Verbandspräsident Luis Rubiales die Spielerin Jennifer Hermoso gegen ihren Willen auf den Mund geküsst hatte, trat Iglesias aus Protest aus der Nationalmannschaft zurück. Zudem äußerte er sich wiederholt gegen Rassismus und Homophobie. 2025 bezeichnete er das Vorgehen Israels im Gaza-Streifen als „Genozid“ – eine Behauptung, für die der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs derzeit keine ausreichenden Beweise sieht.
Vor dem Finale zeigt sich Iglesias jedoch zurückhaltend: „Ich glaube nicht, dass dies der richtige Zeitpunkt ist, um Kontroversen zu schüren. Die Leute wissen ganz genau, was ich denke. Ich würde gerne vieles tun, aber die Realität sieht so aus, dass ich – auch wenn die Leute mich für allmächtig halten – nicht so viel Macht habe, um bestimmte Dinge anzugehen.“



