US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat ein neues Screening-Programm zur Erkennung von Testosteronmangel für Soldaten angekündigt. In einem auf X veröffentlichten Video erklärte er, dass die Behandlung dazu diene, „natürliche Fähigkeiten wiederherzustellen“ und die Kampfkraft zu optimieren. Soldaten ab 30 Jahren sollen getestet werden, Jüngere können sich freiwillig melden.
Hegseths Vision: Höchstleistung durch Hormone
„Um dieser Verpflichtung heute gerecht zu werden, genehmige ich ein neues Screening-Programm zur Erkennung von Testosteronmangel für unsere Soldaten“, sagte Hegseth. Ziel sei es, sicherzustellen, dass jeder Soldat „über die richtigen Testosteronwerte verfügt, um seine absolute Höchstleistung zu erbringen“. Er betonte, dass die Entscheidung für eine Therapie freiwillig sei und es nicht um künstliche Leistungssteigerung gehe, sondern um die Wiederherstellung natürlicher Fähigkeiten.
Laut Studien haben Testosterontherapien in den USA in den vergangenen Jahren um 27 Prozent zugenommen. Hegseths Plan reiht sich in diesen Trend ein. Unterstützung erhält er möglicherweise von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy, der laut Medienberichten selbst Testosteron als Teil seines Anti-Aging-Programms injiziert.
Kritische Stimmen und offene Fragen
Bislang unklar ist, ob Hegseth selbst einen Testosteronmangel aufweist. Seine Mission, die „Männlichkeit“ seiner „Krieger“ wiederherzustellen, treibt er jedoch unbeirrt voran. Kritiker warnen vor Risiken und Nebenwirkungen der Hormontherapie, die unter anderem Herz-Kreislauf-Probleme und Stimmungsschwankungen auslösen kann. Hegseth selbst beschreibt die Behandlung als „heilige Pflicht“, um die Kampfkraft des US-Militärs zu steigern.
Das Programm stößt in der Öffentlichkeit auf gemischte Reaktionen. Während Befürworter die Optimierung der Soldaten begrüßen, sehen Gegner darin einen gefährlichen Eingriff in die körperliche Integrität. Die Debatte über den Einsatz von Hormonen im Militär dürfte damit neu entfacht werden.



