Nach dem überraschenden Tod des US-Senators Lindsey Graham am 12. Juli 2026 mehren sich die Forderungen nach einer gründlichen Untersuchung der Todesursache. Meaghan Mobbs, die Tochter von Keith Kellogg, dem früheren Ukraine-Gesandten von Donald Trump, verlangte auf der Plattform X eine vollständige gerichtsmedizinische Obduktion. Die Angabe „Herzstillstand“ sei nicht ausreichend, schrieb die Afghanistan-Veteranin, die eine ukrainische Hilfsstiftung leitet.
Mobbs: „Herzstillstand“ erklärt nicht, warum das Herz stoppte
„Herzstillstand sagt uns, wie sein Leben endete. Es sagt uns nicht, warum sein Herz aufgehört hat zu schlagen“, betonte Mobbs. Angesichts der Bedrohungslage, der Identität der Gegner Amerikas und der herausragenden Rolle, die Senator Graham im Kampf gegen sie gespielt habe, habe das amerikanische Volk ein Recht auf Gewissheit. Sie forderte die Aufbewahrung aller relevanten biologischen Proben, umfassende toxikologische und histologische Untersuchungen sowie die Einbeziehung der Strafverfolgungs- und Spionageabwehrbehörden.
Verdacht auf Vergiftung durch Russland
Aus Mobbs' Worten geht hervor, dass sie einen möglichen Anschlag Russlands nicht ausschließt. In den sozialen Netzwerken kursiert offen die Vermutung, der 71-jährige Politiker könnte vergiftet worden sein. Graham war einer der lautstärksten Unterstützer der Ukraine innerhalb der Republikanischen Partei und hatte massiv für Waffen- und Finanzhilfen an Kyjiw geworben sowie schärfere Sanktionen gegen Russland vorangetrieben.
Selenskyj: „Wahrer Verteidiger der Freiheit“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich tief betroffen. Graham sei ein „wahrer Verteidiger der Freiheit“ gewesen, schrieb Selenskyj auf X. Der Senator habe die Ukraine seit Kriegsbeginn zehnmal besucht, zuletzt in der vergangenen Woche zweimal. Man sei in ständigem Kontakt gewesen.
Russischer Militärblogger feiert Tod
Der bekannte russische Militärblogger Alexander Koz widmete Grahams Tod einen verächtlichen Telegram-Post. Der Amerikaner sei ein „konsequenter und überzeugter Russophober“ gewesen, der gefordert habe, Russland zu „unterdrücken, zu ertränken und zu ersticken“. Kaum jemand im amerikanischen Establishment habe so viel dafür getan, dass dieser Krieg kein Ende findet. Noch am Tag vor seinem Tod habe Graham einen Gesetzentwurf über neue Sanktionen gegen Russland mit dem Weißen Haus abgestimmt. „Man erntet, was man sät“, schrieb Koz.
Mobbs: Transparenz als Gegengift gegen Verschwörungstheorien
Mobbs stellte in einem weiteren Post klar, dass sie von mehreren gut vernetzten und erfahrenen Leuten gehört habe, die über den Zeitpunkt und die Umstände von Grahams Tod besorgt seien. Selbstverständlich könne er eines natürlichen Todes gestorben sein, betonte sie. Transparenz und Klarheit seien das beste Gegengift gegen Verschwörungstheorien.



