Trump droht Iran mit „windelweich prügeln“ – Neue Eskalation im Nahen Osten
Trump droht Iran mit harter Reaktion – Eskalation

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer „harten“ Reaktion auf die jüngsten Angriffe auf US-Truppen in Jordanien gedroht. „Wir werden sie hart treffen. Sie werden Prügel beziehen“, zitierte ein Reporter des US-Senders Fox News den Präsidenten am Mittwoch. „Wir werden sie verdammt windelweich prügeln“, habe Trump die Iraner beschimpft. Die Drohung erfolgte, nachdem die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben einen US-Luftwaffenstützpunkt und das US-Zentralkommandozentrum in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen hatten. Die Angriffe wurden nach US-Angaben abgewehrt; die jordanische Armee teilte mit, fünf Raketen abgefangen zu haben. Es war der erste iranische Angriff auf Länder in der Region seit Freitag, als beide Seiten ihre Angriffe vorerst eingestellt hatten.

Huthi-Miliz plant Gebühren für Schiffe im Roten Meer

Die international anerkannte Regierung des Jemen wirft der pro-iranischen Huthi-Miliz vor, Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen im Roten Meer und der Meerenge Bab-al-Mandab erheben zu wollen. Informationsminister Moammar al-Eriani sagte am Mittwoch, die Miliz arbeite mit Unterstützung aus Teheran an der Entwicklung eines entsprechenden Systems. Die Meerenge Bab-al-Mandab liegt zwischen dem Jemen, Eritrea und Dschibuti und zählt zu den wichtigsten Handelsrouten der Welt. Seit der Blockade der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Krieges gewann die Route an Bedeutung; Saudi-Arabien leitet seine Ölexporte durch die Meerenge um. Laut Reuters erwägt die Huthi-Miliz auch die Einführung von Gebühren für Handelsschiffe. Die Idee wurde bei einem Treffen in Teheran erörtert, zu dem Huthi-Vertreter im Juli zur Trauerfeier für Irans getöteten obersten Führer gereist waren. Chinesische Schiffe sollen von den Abgaben ausgenommen werden, da Peking zuvor direkte Gespräche mit der Miliz geführt hatte, um Tanker sicher durch das südliche Rote Meer zu leiten. Ein arabischer Vertreter sagte, mit den Huthi-Funktionären seien auch iranische Berater in den Jemen gekommen, um den Aufbau einer Behörde zur Gebührenabgabe anzuleiten.

Hisbollah verletzt Waffenruhe mit Drohnenangriff

Die libanesische Hisbollah hat laut israelischen Angaben erstmals seit mehr als einem Monat wieder eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf ein Fahrzeug der israelischen Armee im Südlibanon gesteuert. Israels Armee sprach von einem „eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe“; Soldaten seien nicht verletzt worden. Die Jerusalem Post meldete, Israel wolle auf den Angriff reagieren. In der Gegend nahe der Stadt Nabatija soll es einen großen unterirdischen Komplex der Hisbollah geben, in dem sich Dutzende Mitglieder der Miliz verschanzt hätten. Die neue Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon gilt seit dem 19. Juni.

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Iranische Angriffe und US-saudische Vergeltung

Der iranische Angriff auf Jordanien war Teil einer Serie von Attacken. In der Nacht zum Mittwoch meldete das iranische Staatsfernsehen zudem einen US-Angriff auf eine Stadt im Nordwesten des Iran an der Grenze zum Irak; es habe keine Opfer gegeben. Die USA und Saudi-Arabien hatten zuvor gemeinsame Luftangriffe auf Ziele im Irak durchgeführt, bei denen nach Angaben der irakischen Volksmobilisierungskräfte 20 ihrer Kämpfer getötet und 32 verletzt wurden. Das US-Militär erklärte, die Angriffe hätten sich gegen mit dem Iran verbündete Milizen gerichtet, die zuvor mehr als 30 Drohnenangriffe ausgeführt hätten. Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi sagte einen geplanten Besuch beim saudischen Kronprinzen ab und berief eine Notfallsitzung des Sicherheitsrats ein.

China dementiert Waffenlieferungen an den Iran

China hat einem Medienbericht über eine bevorstehende Waffenlieferung an den Iran widersprochen. Das Außenministerium in Peking erklärte, die Berichte seien gegenstandslos. Zuvor hatte Reuters berichtet, der Iran erwarte in den kommenden Wochen tragbare Flugabwehrraketen aus chinesischer Produktion. Diese sollten 60 bis 70 Millionen US-Dollar kosten und über eine in Hongkong ansässige Firma abgewickelt werden. China gilt als wichtiger Verbündeter des Iran.

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Netanjahu lobt Treffen mit Trump – Ukraine ruft Iran an

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lobte ein „exzellentes“ Treffen mit US-Präsident Trump im Weißen Haus, bei dem es um das gemeinsame Ziel gegangen sei, den Iran am Bau einer Atomwaffe zu hindern. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha rief seinen iranischen Kollegen Abbas Araghtschi an, um nach dem tödlichen Angriff auf ein iranisches Frachtschiff eine Eskalation zu vermeiden. Er räumte ein, dass die Ukraine das Schiff angegriffen und einen iranischen Staatsangehörigen getötet habe, und forderte den Iran auf, jede Unterstützung für Russland einzustellen. Araghtschi hatte den Angriff scharf verurteilt und mit Vergeltung gedroht.

Iran schlägt Oman Übergangslösung für Straße von Hormus vor

Der Iran hat dem Oman eine Übergangslösung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorgeschlagen: Die Route solle in eine Richtung komplett und die Gegenroute teilweise durch iranische Gewässer verlaufen. Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi lehnte einen omanischen Vorschlag zur gleichmäßigen Aufteilung der Transitwege ab. Sollte Maskat den Plan zurückweisen, bleibe die Meerenge geschlossen.