Trump mischt sich ein: Rot-Sperre gegen US-Torjäger Balogun aufgehoben
Trump mischt sich ein: Rot-Sperre gegen Balogun aufgehoben

Die Aufhebung der Rot-Sperre gegen den besten Torjäger der USA bei der Fußball-Weltmeisterschaft, Folarin Balogun (25, drei Tore), hat sich zu einem handfesten Polit-Skandal entwickelt. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll US-Präsident Donald Trump (80) persönlich bei Fifa-Boss Gianni Infantino (56) angerufen haben, um die Rote Karte gegen Balogun überprüfen zu lassen.

Trump rief Infantino an – Weißes Haus und Fifa schweigen

Laut übereinstimmenden Berichten von „The Athletic“, CNN und der Nachrichtenagentur AP bestätigten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen, dass Trump direkt bei Infantino intervenierte. Weder die Fifa noch das Weiße Haus haben die Informationen bislang kommentiert. Trump selbst feierte die Entscheidung in den sozialen Medien kurz nach der Bekanntgabe: „Vielen Dank an die Fifa, dass sie das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit korrigiert hat!“

Baloguns Platzverweis: Brutales Foul oder unglücklicher Zweikampf?

Balogun hatte beim 2:0-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina seinen Gegenspieler Tarik Muharemovic (23) in einem Zweikampf offensichtlich unabsichtlich, aber mit brutaler Härte am Knöchel getroffen. Schiedsrichter Raphael Claus (46) aus Brasilien schaute sich die Szene noch einmal an und entschied auf Rot. US-Trainer Mauricio Pochettino (54) verteidigte seinen Spieler: „Für mich ist das niemals eine Rote Karte. Das war niemals Absicht.“

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Belgien reagiert mit Empörung und prüft rechtliche Schritte

Der Achtelfinal-Gegner Belgien reagierte mit „Erstaunen“ auf die plötzlich aufgehobene Sperre und schließt Konsequenzen nicht aus. „Um die legitimen Rechte aller teilnehmenden Mannschaften zu wahren und die Grundprinzipien des Fair Plays zu schützen“, prüfe der belgische Verband alle Optionen, hieß es in einer Stellungnahme am Sonntag. Balogun ist nun gegen Belgien am Dienstag (2 Uhr/ARD und MagentaTV) spielberechtigt.

Fifa beruft sich auf Artikel 27 des Disziplinarreglements

Die Fifa begründete die Entscheidung mit Artikel 27 ihres Disziplinarreglements. Danach kann eine Strafe ganz oder teilweise ausgesetzt werden. Baloguns Sperre werde für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. Sollte sich der Angreifer in dieser Zeit „einen weiteren Verstoß gleicher Art und Schwere“ erlauben, werde die Sanktion vollstreckt.

Trump war bislang bei keinem WM-Spiel vor Ort, wird aber spätestens zum Endspiel am 19. Juli in East Rutherford bei New York im Stadion erwartet.

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