Trump-Porträt auf Goldmünze zum 250. USA-Geburtstag löst Kritik aus
Trump-Porträt auf Goldmünze zum USA-Jubiläum

Die US-Prägeanstalt hat mit der Prägung einer Ein-Dollar-Goldmünze begonnen, die das Porträt von US-Präsident Donald Trump zeigt. Die Münze erscheint anlässlich des 250. Jahrestags der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten. Finanzminister Scott Bessent kündigte den Start auf der Plattform X an und bezeichnete Trump als Symbol für amerikanische Werte und Freiheit.

Münzdesign und Symbolik

Die Vorderseite der Münze zeigt einen ernst blickenden Donald Trump. Daneben stehen die Aufschriften „In God We Trust“ und „Liberty“. Außerdem sind die Jahreszahlen 1776 und 2026 eingeprägt – sie verweisen auf die Unabhängigkeitserklärung und das 250-jährige Jubiläum. Auf der Rückseite befindet sich das Große Siegel der USA mit dem Weißkopfseeadler und dem Wahlspruch „E pluribus unum“ („Aus vielen eines“).

Nach Angaben der US-Prägeanstalt sollen zusätzlich zur Ein-Dollar-Goldmünze zwei weitere Münzen mit Trumps Konterfei erscheinen. Vergleichbare Sammlerstücke kosteten in der Vergangenheit mehr als 1000 US-Dollar.

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Kritik und Spott in sozialen Medien

Die Ankündigung der neuen Gedenkmünze löste in den sozialen Netzwerken zahlreiche kritische Reaktionen aus. Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie, ein scharfer Trump-Kritiker, der bei den Kongresswahlen im Herbst auf Druck des Präsidenten nicht erneut kandidieren wird, schrieb auf X, die USA seien damit „in die Endphase eingetreten“. Was genau er damit meinte, führte Massie nicht weiter aus.

Auch die Gruppe „Republicans against Trump“ griff das Thema auf. Sie veröffentlichte ein Kurzvideo des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, der einer Menschenmenge zuwinkt. Damit spielte die Organisation auf den Vorwurf an, Trump inszeniere sich zunehmend wie autoritäre Staatschefs, deren Person im Mittelpunkt staatlicher Symbolik steht.

Personenkult um Trump wächst

Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 ist Donald Trump im öffentlichen Raum zunehmend präsent. In Washington hängen an mehreren Ministerien großformatige Banner mit seinem Porträt. Zudem wurden zuletzt Bauwerke und Einrichtungen nach ihm benannt.

Kritiker werfen dem Präsidenten deshalb vor, einen bislang beispiellosen Personenkult um seine Person aufzubauen. Sie sehen Parallelen zu autoritären Staaten, in denen Staatschefs ihre Macht durch allgegenwärtige Selbstdarstellung demonstrieren. Unterstützer hingegen betrachten die neue Gedenkmünze als patriotische Ehrung zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten.

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