Trump will nächste Insel kaufen: Chagos-Archipel im Visier
Trump will Chagos-Inseln kaufen

US-Präsident Donald Trump (79) hat offenbar ein neues Inselziel ins Auge gefasst. Nach monatelangen Bemühungen um den Kauf Grönlands richtet sich sein Blick nun auf den Indischen Ozean. Wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtet, erwägt die US-Regierung den Kauf der Chagos-Inseln. Diese Inselgruppe liegt rund 2000 Kilometer nordöstlich von Mauritius und beherbergt den strategisch bedeutenden Militärstützpunkt Diego Garcia.

Hintergrund der Chagos-Inseln

Die Chagos-Inseln wurden historisch von Mauritius aus verwaltet. Großbritannien eroberte Mauritius 1810, das bis 1968 britische Kolonie blieb. Bereits 1965 trennte London die Chagos-Inseln von Mauritius ab. Diego Garcia, die Hauptinsel, dient bis heute als gemeinsamer Militärstützpunkt der USA und Großbritanniens.

Aktuelle Entwicklungen

Im Mai 2025 einigten sich Großbritannien und Mauritius auf einen Deal: Die Chagos-Inseln sollten wieder unter die Souveränität von Mauritius fallen, während Großbritannien die Militärbasis für 99 Jahre weiter nutzen darf. Trump stimmte zunächst zu, kritisierte die Übergabe im Januar 2026 jedoch als „große Dummheit“. Im April 2026 setzte Großbritannien die Rückgabe der Inseln aus.

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Ein US-Regierungsvertreter betonte gegenüber Reuters, Trump vertrete konsequent die Position, dass Großbritannien das Territorium nicht aufgeben dürfe. Diego Garcia sei eine unverzichtbare Militärbasis von enormer Bedeutung für die nationale Sicherheit der USA. Washington stehe in regelmäßigem Austausch mit London, um die Insel als regionalen Sicherheitsanker zu erhalten.

Trumps Kaufinteresse

Trump hatte bereits vor einigen Monaten erwogen, Grönland aus strategischen Gründen zu kaufen. Das arktische Gebiet ist ein weitgehend autonomes dänisches Territorium. Sein Vorstoß sorgte für erheblichen Unmut bei westlichen Ländern, zumal er militärische Mittel nicht ausschloss. Nun scheint er sein Interesse auf die Chagos-Inseln ausgeweitet zu haben.

Laut „The Telegraph“ prüft das Weiße Haus einen Plan, Großbritannien zu umgehen und stattdessen ein eigenes Abkommen mit Mauritius zu schließen. Ziel ist es, die Kontrolle über Diego Garcia langfristig zu sichern. Die Insel dient als wichtiger Stützpunkt für militärische Operationen in der Region.

Reaktionen und Ausblick

Die britische Regierung hat sich bisher nicht offiziell zu den Berichten geäußert. Experten sehen in Trumps Vorstoß eine weitere Eskalation seiner aggressiven Außenpolitik. Die USA und Großbritannien sind enge Verbündete, doch der mögliche Alleingang Washingtons könnte die Beziehungen belasten. Mauritius hingegen könnte ein direktes Abkommen mit den USA als Chance sehen, seine Souveränität über die Inseln zu stärken.

Es bleibt abzuwarten, ob Trump seinen Plan tatsächlich umsetzen kann. Die rechtlichen und politischen Hürden sind hoch. Klar ist jedoch: Der US-Präsident zeigt weiterhin großes Interesse an strategisch wichtigen Territorien, sei es in der Arktis oder im Indischen Ozean.

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