Trump zwingt Anthropic: Zwei Claude-KI-Modelle für Ausländer gesperrt
Trump zwingt Anthropic: Claude-KI-Modelle gesperrt

Neue Eskalation zwischen Anthropic und Trump-Regierung

Washington – Der Konflikt zwischen dem KI-Unternehmen Anthropic und US-Präsident Donald Trump (79) spitzt sich zu. Die amerikanische Regierung zwingt den Tech-Konzern, zwei seiner KI-Modelle für ausländische Staatsangehörige zu sperren. Betroffen sind die Versionen Fable 5 und Mythos 5 der Claude-KI.

Drei Tage nach der Einführung von Fable 5, einer abgespeckten Version von Mythos 5, erklärte Anthropic, es habe eine behördliche Anweisung erhalten, die ausländischen Bürgern den Zugriff auf die beiden KI-Modelle untersage. Die Anweisung gelte auch für Ausländer, die für Anthropic arbeiten.

Anthropic muss zwei Modelle komplett abschalten

Da Anthropic seine Nutzer nicht nach ihrer Nationalität unterscheiden könne, sei die Folge, „dass wir Fable 5 und Mythos 5 für alle unsere Kunden unverzüglich deaktivieren müssen, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten“, erklärte der Konzern. Wie das Nachrichtenportal „Axios“ berichtete, kam die Anordnung von US-Handelsminister Howard Lutnick (64). Sein Ministerium reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme durch die Nachrichtenagentur AFP.

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Anthropic teilte mit, dass die Regierung in dem Schreiben nicht dargelegt habe, was ihre konkrete Sorge ist. Anthropic vermutet jedoch, dass die Regierung Kenntnis von einer Methode erlangt habe, mit der beim Modell Fable 5 die Sicherheitsmaßnahmen umgangen werden könnten, sodass es für Hackerangriffe genutzt werden könnte. „Wir bestreiten, dass die Entdeckung einer potenziellen Umgehung der Sicherheitsmaßnahmen rund um Fable 5 den Rückruf eines Geschäftsmodells rechtfertigt, das bei Hunderten von Millionen Menschen im Einsatz ist“, erklärte Anthropic.

Sicherheitsbedenken bereits bei Veröffentlichung

Aus Sicherheitsgründen wurde das allgemein zugängliche Modell Fable 5 bereits bei der Veröffentlichung am Dienstag (Ortszeit) in seinen Funktionen eingeschränkt. Das besonders leistungsstarke Mythos 5 hatte der Konzern der Öffentlichkeit sogar vorenthalten. Grund: Bedenken, dass die KI über beispiellose Fähigkeiten zur Identifizierung von Software-Schwachstellen verfüge, die Hacker ausnutzen könnten. Mythos wurde erstmals im April vorgestellt, die testweise Nutzung aber auf wenige Partner beschränkt. Inzwischen ist die uneingeschränkte Version Mythos 5 rund 200 Firmen sowie der US-Regierung vorbehalten.

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