Trumps Zollpolitik treibt Lebenshaltungskosten in die Höhe
Trumps Zollpolitik treibt Lebenshaltungskosten

US-Präsident Donald Trump treibt mit seiner Zollpolitik die Lebenshaltungskosten in den USA weiter in die Höhe und riskiert damit die Mehrheit seiner Republikaner bei den Zwischenwahlen im November. Laut einer Analyse des Center for American Progress haben die Zölle der US-Wirtschaft schweren Schaden zugefügt, ohne die versprochenen Vorteile zu bringen.

Studien belegen: Amerikaner zahlen die Rechnung

Forschungsdirektor Julian Hinz vom Kiel Institut für Weltwirtschaft erklärte: „Die Behauptung, dass ausländische Staaten diese Zölle tragen, ist ein Mythos. Die Daten zeigen das Gegenteil: Die Amerikaner bezahlen die Rechnung.“ US-Denkfabriken beziffern die Zusatzbelastung für US-Haushalte allein in diesem Jahr auf bis zu 960 Dollar, also im Schnitt 80 Dollar pro Monat.

Handelsdefizit steigt trotz Zöllen

Das erklärte Ziel von Trumps Zöllen, das Handelsdefizit zu senken, wurde nicht erreicht. Im Mai lag das Defizit 41 Prozent höher als bei der Ankündigung der nun abgelösten Zölle. Auch die versprochenen neuen Jobs blieben aus. Stattdessen führten die Zölle zu höheren Preisen für Konsumgüter und belasteten die Verbraucher.

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Iran-Krieg verschärft Inflation

Neben den Zöllen treibt der Iran-Krieg die Inflation in den USA. Der Ölpreisschock ließ die Inflation im Mai auf ein Dreijahreshoch von 4,2 Prozent steigen. Treibstoffe kosteten 40 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Juni kühlte die Inflation zwar ab, doch neue Militärschläge katapultierten den Ölpreis am Donnerstag wieder auf über 100 Dollar pro Barrel.

Midterms: Republikaner fürchten um Mehrheit

Die hohen Benzinpreise sind besonders gefährlich für Trump. Bei den Zwischenwahlen im November stehen alle Sitze im Repräsentantenhaus und rund ein Drittel der Senatssitze zur Wahl. Die Republikaner müssen um ihre Mehrheiten im Kongress fürchten. Umfragen zufolge ist die Zustimmung zu Trumps Wirtschaftspolitik stark gesunken.

Bis zu diesem Freitag galten die nun durch neue abgelösten Zölle. Für eine Verlängerung hätte Trump die Zustimmung des Parlaments gebraucht. Angesichts der hohen Verbraucherpreise hätte er sie wohl nicht bekommen. Selbst seine Parteifreunde wissen, dass sie es sich mit neuen Preistreibern mit ihren Wählern verscherzen.

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