Weltbank gewährt Ukraine 3,39 Milliarden US-Dollar
Die Ukraine erhält weitere 3,39 Milliarden US-Dollar (knapp drei Milliarden Euro) als Hilfen von der Weltbank. Das gab Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko nach einem Treffen mit Weltbank-Präsident Ajay Banga auf der Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine in Danzig bekannt. Davon sind 2,35 Milliarden US-Dollar Zuschüsse zur Stabilisierung von Staat und Wirtschaft, während 1,04 Milliarden US-Dollar als Kredit für wirtschaftliche Entwicklung bereitgestellt werden, garantiert durch Großbritannien und Japan. Ein genauer Auszahlungstermin wurde nicht genannt.
Fire Point und Hensoldt planen Raketenabwehrsystem bis Jahresende
Das ukrainische Rüstungsunternehmen Fire Point will gemeinsam mit dem deutschen Partner Hensoldt den Aufbau eines europäischen Raketenabwehrsystems beschleunigen. Fire-Point-Mitgründer Denys Schtylierman erklärte gegenüber Reuters, erste Abfangraketen des Typs FP-7X sollten Ende des Jahres einsatzbereit sein. Hensoldt soll das Hochleistungsradar TRML-4D liefern. Fire Point stehe zudem vor dem Abschluss weiterer Partnerschaften mit europäischen Rüstungsunternehmen.
EU zahlt erste Milliarden aus 90-Milliarden-Kredit
Die Ukraine hat die erste Zahlung aus dem 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehen der EU erhalten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gab auf der Ukraine Recovery Conference in Danzig bekannt, dass rund drei Milliarden Euro Makrofinanzhilfen ausgezahlt wurden. In den kommenden Tagen sollen zudem sechs Milliarden Euro für die Drohnenproduktion fließen. Von den neuen EU-Finanzhilfen sind 60 Milliarden für Verteidigung vorgesehen, die Hälfte davon soll noch in diesem Jahr ausgezahlt werden. Weitere 45 Milliarden könnten 2027 folgen.
Lukaschenko warnt Ukraine vor Kriegsausweitung
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko warnte die Ukraine davor, Belarus in den Krieg hineinzuziehen. Bei einem Treffen in Minsk habe er Vertretern des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj unmissverständlich gesagt: „Leute, sagt eurem Präsidenten: Wenn er glaubt, dass er so mit uns reden kann – und uns obendrein in einen Krieg hineinziehen kann –, dann muss er verstehen, dass sich die Art des Krieges sofort ändern würde.“ Belarus habe nicht die Absicht, gegen Ukrainer zu kämpfen.
Kreml weist Bericht über Druck auf Belarus zurück
Russland wies einen Medienbericht der US-Zeitung „Wall Street Journal“ zurück, wonach es Belarus für eine Ausweitung des Krieges unter Druck setze. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, dies entspreche nicht der Realität. Belarus sei der engste Verbündete Russlands. Russische Truppen hatten das belarussische Staatsgebiet zu Beginn des Angriffs auf die Ukraine 2022 als Aufmarschgebiet genutzt.
Frankreich fängt erneut Tanker der russischen Schattenflotte ab
Die französische Marine hat nach Angaben von Präsident Emmanuel Macron erneut einen Tanker der russischen Schattenflotte vor der Küste Siziliens aufgebracht. Macron schrieb auf Instagram: „Wir werden nicht zulassen, dass die Schattenflotte Sanktionen umgeht und die russischen Kriegsanstrengungen finanziert.“ Es handelt sich um den fünften Tanker, den Frankreich der Schattenflotte zurechnet. Russland bezeichnet solche Aktionen als illegal.
Selenskyj: Angriffe auf russische Öl-Anlagen
Das ukrainische Militär hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Öllager in der Region Krasnodar sowie zwei Ölraffinerien in der Region Ufa angegriffen. Die Anlagen in Ufa liegen rund 1500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Selenskyj schrieb auf X: „Die Russen sollten über echte Diplomatie nachdenken, anstatt erneut zu versuchen, andere auszutricksen oder Zeit zu gewinnen. Der Krieg muss beendet werden.“
Israelische Airline El Al setzt Moskau-Flüge aus
Die israelische Fluggesellschaft El Al setzt ihre Flüge zwischen Tel Aviv und Moskau für die kommenden Tage aus. Grund seien die Entwicklungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine, insbesondere Zwischenfälle in der Luftfahrt in der Region. In der kommenden Woche werde die Lage neu bewertet.



