Ukraine: Angriff auf Öldepot in Region Leningrad
Das ukrainische Militär hat bekannt gegeben, in der Nacht ein Öldepot und einen Ölterminal in der russischen Region Leningrad getroffen zu haben. Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, die Streitkräfte hätten zudem ein weiteres Öldepot in der Region Krasnodar attackiert.
Selenskyj: Ukrainische Drohnen treffen Ziele in Russland
Präsident Selenskyj berichtete, ukrainische Drohnen hätten in der Nacht ein Öllager in der südrussischen Region Krasnodar sowie eine Militärbasis nahe St. Petersburg getroffen. Auf der Plattform X schrieb er: „Russland muss seinen Krieg beenden und seine Angriffe auf das Leben stoppen. Jede Ungerechtigkeit gegenüber der Ukraine wird eine gerechte Antwort erhalten.“
Feuer in russischer Antipinski-Raffinerie – Behörden dementieren Drohnenangriff
In der Antipinski-Raffinerie, der größten nichtstaatlichen Ölverarbeitungsanlage Russlands in der Region Tjumen, ist ein Feuer ausgebrochen. Die örtlichen Behörden gaben über Telegram an, die Ursache seien Verfahrensverstöße an einer Reinigungsanlage. Berichte über einen ukrainischen Drohnenangriff wiesen sie zurück. Die Feuerwehr sei mit den Löscharbeiten beschäftigt, Opfer gebe es nicht.
Ukraine entschuldigt sich bei Athen für Drohnenvorfall
Das ukrainische Außenministerium hat sich für den Fund einer sprengstoffbeladenen Seedrohne vor der Ferieninsel Lefkada im Ionischen Meer entschuldigt. Außenamtssprecher Heorhij Tychyj schrieb auf X, die Entschuldigung gelte einem Vorfall, der durch die anhaltende russische Aggression verursacht worden sei. Dies zeige, dass der russische Krieg auch eine Bedrohung für benachbarte europäische Staaten darstelle. Kiew bedankte sich für die griechische Unterstützung seit Kriegsbeginn 2022. Bereits im Mai hatten Fischer vor Lefkada ein sechs Meter langes unbemanntes Boot mit laufendem Motor und rund 100 Kilogramm Sprengstoff entdeckt. Die Küstenwache machte den Sprengsatz mit einer kontrollierten Explosion unschädlich. Athen hatte in einer Protestnote eine Gefährdung der maritimen Sicherheit beklagt und eine offizielle Stellungnahme verlangt.
Rosatom: Ukrainische Drohne verletzt Ingenieure am AKW Saporischschja
Nach Angaben des russischen Atomkonzerns Rosatom wurden bei Minenräumarbeiten am russisch besetzten Kernkraftwerk Saporischschja Ingenieure von einer ukrainischen Drohne angegriffen. Rosatom-Chef Alexej Lichatschow sprach von einem geplanten Angriff. Zwei der drei Verletzten befänden sich in kritischem Zustand; in einer separaten Mitteilung ist von insgesamt fünf Verwundeten die Rede. Die Ukraine wies die Vorwürfe zurück, eine von der IAEA vereinbarte Feuerpause gebrochen zu haben.
Wadephul sagt Ukraine unerschütterliche Unterstützung zu
Außenminister Johann Wadephul hat der Ukraine nach Putins Absage an Selenskyjs Verhandlungsangebot unverbrüchliche Unterstützung zugesagt. Der CDU-Politiker erklärte in Mexiko-Stadt, man ziehe daraus die einzig richtige Konsequenz: Die Unterstützung für die Ukraine sei und bleibe unerschütterlich. Je eher Putin an den Verhandlungstisch komme, desto eher höre das Sterben auf. Europa müsse in mögliche Verhandlungen einbezogen werden.
Russland: Putin und Altkanzler Schröder führen Vier-Augen-Gespräch
Ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Präsident Wladimir Putin und Altkanzler Gerhard Schröder sei „gut und freundschaftlich“ verlaufen, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Kreml-Berater Juri Uschakow. Putin hatte Schröder zuvor als möglichen Vermittler zwischen Russland und Europa ins Spiel gebracht.
Selenskyj: Russland wählt erneut den Krieg
Präsident Selenskyj bedauerte die Ablehnung eines direkten Treffens durch Putin. In einer Videobotschaft sagte er: „Leider wählt die russische Seite erneut den Krieg.“ Die Antwort sei schwach und enttäuschend. Er forderte stärkere internationale Maßnahmen: „Russland muss weniger Geld haben und der Druck auf Russland muss steigen.“ Der Kreml erneuerte die Aufforderung an Selenskyj, nach Moskau zu reisen. Putins Berater Uschakow bezeichnete Selenskyjs Schreiben als „mehrere Seiten Frechheiten“.
IAEA: Russische Soldaten bei Zwischenfall an AKW Saporischschja verletzt
Bei einem schweren Zwischenfall nahe dem Atomkraftwerk Saporischschja wurden nach IAEA-Angaben russische Soldaten verletzt. Der Vorfall ereignete sich während der Minenräumung im Rahmen einer lokalen Waffenruhe. Russland beschuldigte die Ukraine, die Feuerpause gebrochen zu haben. Die ukrainische Seite teilte mit, sie halte an der Vereinbarung fest. IAEA-Chef Rafael Grossi rief zu maximaler militärischer Zurückhaltung auf.
Putin sieht Ukraine im Drohnenkrieg nicht im Vorteil
Kremlchef Putin sieht Russland im Luftkrieg technologisch im Vorteil. Beim Drohneneinsatz herrsche Parität, in einigen Bereichen sei Russland vorn, sagte Putin auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Der Ukraine gelinge es nicht, hochwertige Waffen herzustellen; sie sei vollständig von Lieferungen aus dem Ausland abhängig. Putin forderte, ukrainische Drohnen effektiver auszuschalten.
Putin: Sehe derzeit keinen Grund für Treffen mit Selenskyj
Putin lehnte ein von Selenskyj angebotenes direktes Treffen ab. Vor einem Gipfel müssten erst Vereinbarungen für eine dauerhafte Lösung getroffen werden. Das Schreiben enthalte „Elemente von Unverschämtheit“. Die beste Antwort sei ein Aufruf an das Militär: „An die Arbeit, Brüder!“
Putin kritisiert „unfairen Westen“
Putin skizzierte in seiner Rede den Übergang zu einer multipolaren Welt mit neuer Machtordnung. Russland plane mit China und Indien eigene wirtschaftliche Systeme. Den europäischen Ländern warf er politische Kurzsichtigkeit vor. Sanktionen und eingefrorene Vermögen kämen Diebstahl gleich.
Merkel will nicht mit Putin verhandeln
Altkanzlerin Angela Merkel wies Spekulationen über eine Verhandlungsrolle für die EU zurück. In einem Interview sagte sie, man könne mit Putin nur verhandeln, wenn man mit politischer Macht ausgestattet sei. Verhandlungen seien Sache derer, die über Macht und Legitimation verfügten.
Putin warnt vor westlichen Zahlungssystemen
Putin hält es für riskant, sich auf westliche Zahlungssysteme und Währungen zu verlassen. Man finde immer einen Vorwand, um den Zugang abzuschneiden. Die westlichen Finanzsysteme seien angesichts hoher Schuldenquoten vorsichtig zu behandeln.
Putin sieht „globalen Paradigmenwechsel“
Putin warf der europäischen Elite vor, andere Staaten auszuschließen. Russland stehe unter Druck, werde aber unabhängiger. Die Welt stehe vor einem „globalen Paradigmenwechsel“. Die BRICS-Staaten seien wesentlich für das globale Wirtschaftswachstum.
Jetzt live: Putin spricht bei Wirtschaftsforum
Russlands Präsident Wladimir Putin trat am Freitag beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg auf.
Russland und die Ukraine tauschen je 185 Gefangene aus
Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Moskau holte 185 Soldaten zurück und übergab 185 Ukrainer. Moskau dankte den VAE für die Vermittlung. Präsident Selenskyj bestätigte die Rückkehr von 185 Soldaten und einem Zivilisten.
Berlin unterstützt Selenskyjs Vorstoß
Die Bundesregierung begrüßte Selenskyjs Verhandlungsangebot. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille sagte, an Gesprächen müssten auch Vertreter Europas und der USA beteiligt werden. Ein tragfähiger Friede könne nur unter Einbeziehung der Europäer erreicht werden.
Merz, Starmer und Macron wollen mit Selenskyj beraten
Die Regierungschefs von Deutschland, Großbritannien und Frankreich wollen am Sonntag in London mit Selenskyj über Friedensverhandlungen beraten. Macron sagte, die Europäer könnten dabei unterstützen.
Ukraine: Vier Tote bei russischem Drohnenangriff auf Babynahrungsfabrik
Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Babynahrungsfabrik nahe Kiew wurden vier Menschen getötet und sieben verletzt. Das Werk stellt Milchprodukte her. Präsident Selenskyj verurteilte die Attacke und forderte verstärkte Luftabwehr und Sanktionen gegen Russland.
Seedrohne in rumänischem Schwarzmeerhafen explodiert
Eine Seedrohne eines im Ukrainekrieg eingesetzten Typs explodierte im Hafen von Constanta. Verletzte gab es nicht. Die Drohne stamme nicht aus rumänischem Arsenal. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen warnte vor einer Bedrohung für die EU-Ostgrenze.
Fünf Aserbaidschaner bei Angriff im Asowschen Meer getötet
Bei einem Drohnenangriff auf zwei Frachtschiffe im Asowschen Meer wurden fünf Aserbaidschaner getötet und drei verletzt. Die Schiffe gehörten nicht zu Aserbaidschan.
Regionale Waffenruhe zur Reparatur bei AKW
Die Ukraine und Russland einigten sich auf eine begrenzte Waffenruhe, um Reparaturen am AKW Saporischschja zu ermöglichen. Die IAEA vermittelte. Eine Stromleitung soll wiederhergestellt werden.
Vier Tote bei russischem Drohnenangriff nahe Kiew
Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Lebensmittelfabrik nahe Kiew wurden vier Menschen getötet und sieben verletzt. Zwei weitere werden unter Trümmern vermutet. Der Angriff löste ein Feuer in einem Verwaltungsgebäude aus.
Wadephul an Putin: Über Ukraine mit Europäern verhandeln
Außenminister Wadephul rief Putin zu Verhandlungen unter Beteiligung der Europäer auf. Er sagte, der Konflikt schreie danach, beendet zu werden.



