Ukraine greift russischen Militärflughafen auf der Krim an – Schäden unklar
Ukraine greift russischen Militärflughafen auf Krim an

Die Ukraine hat in der Nacht den russischen Militärflughafen Gwardejskoje auf der besetzten Halbinsel Krim angegriffen. Das Ausmaß der Schäden ist nach Angaben des ukrainischen Generalstabs vorerst nicht bekannt. Der Flughafen gilt als der wichtigste Stützpunkt des russischen Militärs auf der Krim. Zusätzlich griffen ukrainische Streitkräfte wichtige Verkehrswege für den russischen Nachschub an, darunter zwei Straßenbrücken im Donbass, die zerstört wurden. Der Generalstab machte keine Angaben zu den dabei eingesetzten Waffen.

Russische Angriffe auf Charkiw fordern Todesopfer

Russische Militärs nahmen am Nachmittag verschiedene Ziele in der ostukrainischen Großstadt Charkiw ins Visier. Bei Angriffen mit Drohnen und Raketen wurden nach Angaben des Gouverneurs der Region Charkiw, Oleh Synjehubow, mindestens ein Mensch getötet und elf weitere verletzt. Die Angaben wurden auf Telegram veröffentlicht.

Polnischer Streit um Patriot-Raketen für die Ukraine

In Polen entspinnt sich ein innenpolitischer Streit wegen einer mutmaßlichen Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen an die Ukraine im Frühjahr. Die nationalkonservative PiS und andere rechte Oppositionsparteien kritisierten, die Entscheidung sei an Parlament und Präsident vorbei erfolgt. Polen brauche die PAC-3-Munition für das US-Flugabwehrsystem selbst. Der frühere Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak, jetzt PiS-Fraktionschef, schrieb auf X: „Diese Raketen sind ein Schlüsselelement der Verteidigung des polnischen Luftraums gegen ballistische Raketen und andere hochentwickelte Bedrohungen.“ Die Regierung müsse die Sache sofort aufklären. Vizeverteidigungsminister Cezary Tomczyk entgegnete der Nachrichtenagentur PAP zufolge, die Liste der Militärhilfen für die Ukraine sei geheim.

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China und Russland planen gemeinsame Marineübung im Juli

China und Russland wollen nach Angaben aus Peking noch im Juli ihre jährlichen gemeinsamen Militärmanöver abhalten. Die Marineübung „Joint Sea-2026“ werde in den „Gewässern und im Luftraum“ vor Qingdao stattfinden, einem wichtigen Militärhafen im Osten Chinas, teilte das Verteidigungsministerium in Peking am Sonntag mit. Anschließend würden „einige Einheiten“ beider Seiten eine gemeinsame Seepatrouille in nicht näher genannten Gebieten des Pazifischen Ozeans ausführen. Die Übungen zielen darauf ab, „gemeinsam auf sicherheitspolitische Herausforderungen zu reagieren und den Frieden und die Stabilität in der Region zu wahren“.

Russland intensiviert Anwerbung von Ukrainern

Russische Geheimdienste sollen ihre Versuche verstärkt haben, ukrainische Bürger anzuwerben. Dabei würden sie sich als Mitarbeiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) oder anderer Strafverfolgungsbehörden ausgeben, um Menschen zu Sabotageakten oder anderen illegalen Handlungen zu bewegen, teilte der Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU) mit. Nach Angaben des SBU wurden seit Beginn des Jahres 2026 gemeinsam mit der Nationalpolizei bereits Dutzende solcher Fälle aufgedeckt.

Trump telefoniert mit Putin und Selenskyj

Vor dem Nato-Gipfel in Ankara haben Kremlchef Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Trump und Putin hätten mit Blick auf Trumps Teilnahme an dem Gipfel kommende Woche „über die Frage einer Lösung in der Ukraine“ gesprochen, sagte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow. Selenskyj erklärte nach seinem Telefonat mit Trump, es bestehe „die Aussicht, den Krieg zu beenden“. Putin habe in dem Telefonat „die aktuelle Lage auf dem Schlachtfeld“ in der Ukraine skizziert, „wo die russischen Streitkräfte selbstbewusst vorrücken“, erklärte Uschakow. Das Gespräch dauerte 85 Minuten.

Selenskyj lobt Erfolge der ukrainischen Marine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Marinestreitkräfte seines Landes für militärische Erfolge beim Kampf gegen Russland auf dem Schwarzen Meer gelobt. „Jedes reine Herz auf der Welt erwartet von der Ukraine nur eines – dass wir diese russischen Mistkerle besiegen“, zitierte ihn die Agentur Unian aus einer Ansprache vor Marineoffizieren und Kadetten in Odessa. Trotz geringer Mittel und fehlender Kriegsschiffe habe sich die Ukraine auf dem Schwarzen Meer behauptet. „Russland hat das Schwarze Meer verloren“, behauptete Selenskyj.

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