Ukraine: Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew – Newsblog
Ukraine: Russland feuert Raketen auf Kiew – Newsblog

Das russische Militär hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram gab es Einschläge in zwei Stadtteilen: In einem Lager im Westen der Stadt und in einem unbewohnten Haus in einem östlichen Stadtbezirk brachen Brände aus. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, dass Russland in zwei Wellen mindestens acht Raketen auf die Drei-Millionen-Stadt und ihre Umgebung abfeuerte.

Scheidender britischer Premier Starmer reist nach Kiew

Der scheidende britische Premierminister Keir Starmer reist am Donnerstag zu Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach Kiew. Sein Büro teilte mit, es handle sich um einen der letzten Auslandsbesuche in Starmers Amtszeit. Starmer wolle mit Selenskyj über die Fortschritte bei der militärischen Ausrüstung der Ukraine sprechen. Zudem werde erörtert, worauf sich die Verbündeten künftig konzentrieren sollten. Starmer wird am Montag von seinem Amt zurücktreten; sein Nachfolger soll der Labour-Politiker Andy Burnham werden.

Selenskyj will Chef von Energiekonzern als Ministerpräsidenten

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den bisherigen Leiter des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz, Serhij Korezkyj, zum Regierungschef machen. Den Antrag zur Ernennung reichte er im Parlament ein, wie Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk auf Facebook schrieb. „Das Parlament wird ihn in Kürze entsprechend dem festgelegten Verfahren prüfen“, fügte er hinzu. Wann die Abstimmung erfolgen soll, gab Stefantschuk nicht bekannt; es wird davon ausgegangen, dass sie bereits am Donnerstag stattfindet. Selenskyj hatte Korezkyj zuvor bei einer Pressekonferenz im Hinblick auf die Vorbereitungen für den kommenden Winter als besonders geeignet bezeichnet.

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Indien erhöht Sondersteuern auf Treibstoffexporte

Indien erhöht angesichts steigender weltweiter Ölpreise die Sondersteuern auf den Export von Diesel und Kerosin. Einer Regierungsverordnung zufolge steigt die Abgabe für Diesel von 8,5 auf 15,5 Rupien (0,14 Euro) pro Liter und für Kerosin von 7,5 auf 14,5 Rupien. Die Exportsteuer für Benzin sinkt dagegen. Die neuen Sätze gelten ab dem 16. Juli.

Russische Energiekonzerne bitten offenbar Indien um Benzin

Führende russische Energiekonzerne bitten Insidern zufolge indische Raffinerien um Benzinlieferungen, nachdem ukrainische Angriffe einen erheblichen Teil der russischen Raffineriekapazitäten lahmgelegt haben. Mindestens eine Ladung indischen Benzins sei bereits nach Russland unterwegs, weitere würden erwartet, sagte eine von zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Zu den russischen Unternehmen, die Kontakt aufgenommen haben, gehören Rosneft, Gazprom Neft und Lukoil. Drei indische staatliche Ölverarbeiter erklärten, sie hätten keine Überschüsse für den Export. Die genannten Konzerne sowie das russische Energieministerium äußerten sich zunächst nicht dazu.

Chefingenieur von AKW Saporischschja durch Drohne getötet

Der Chefingenieur des von Russland kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja, Alexej Jakowlew, ist nach russischen Angaben bei einem ukrainischen Angriff getötet worden. Eine Drohne habe einen Dienstwagen zwischen dem Kraftwerk und der Stadt Enerhodar getroffen, teilte der Chef des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, mit. Dabei seien Jakowlew und sein Fahrer ums Leben gekommen. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor.

EU-Staaten können sich nicht auf neue Russland-Sanktionen einigen

Die Botschafter der EU-Staaten können sich vorerst nicht auf ein 21. Sanktionspaket gegen Russland einigen. Die Obergrenze für den Preis von russischem Rohöl bleibt jedoch bis zum 23. Juli unverändert bei 44,10 Dollar pro Barrel, wie ein EU-Diplomat sagte. Die Verhandlungen über das im Juni vorgeschlagene Paket dauern an. Es richtet sich unter anderem gegen russische Banken, Krypto-Netzwerke, die Drohnenproduktion sowie Ölhändler und Raffinerien. Dem litauischen Außenminister Kestutis Budrys zufolge sind die EU-Staaten uneins über ein vorgeschlagenes Verbot für maritime Dienstleistungen und strengere Beschränkungen für russisches Flüssigerdgas (LNG). Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte in dieser Woche vor einer fehlenden Einigung gewarnt.

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Baltenstaaten warnen vor möglichen russischen Provokationen

Die Präsidenten von Litauen und Lettland, Gitanas Nauseda und Edgars Rinkevics, haben vor möglichen russischen Provokationen an der Nato-Ostflanke gewarnt. Die Staatschefs der beiden baltischen EU- und Nato-Staaten berichteten nach einem Treffen in Vilnius von vorliegenden Geheimdienstinformationen über russische Pläne für Sabotageversuche und hybride Angriffe auf kritische Infrastruktur. Wann, wo und gegen wen derartige Attacken stattfinden könnten, ließen sie offen. „Wir müssen äußerst auf die Phase des Krieges in der Ukraine vorbereitet sein, in der Russland keine Siege mehr erringt und nicht mehr auf dem Schlachtfeld vorrücken kann. Wir müssen bereit sein, auf neue Bedrohungen zu reagieren“, sagte der lettische Präsident Edgars Rinkevics. Russland könnte dann dazu übergehen, indirekt den Nato-Beistandsartikel 5 und die Reaktionsmechanismen auf Ebene des westlichen Verteidigungsbündnisses und der EU zu testen. Nauseda sagte, Russland sei zwar gegenwärtig nicht in der Lage, einen großangelegten Militärschlag gegen Nato-Staaten durchzuführen, könne aber möglicherweise kleinere begrenzte Operationen vorbereiten, die kritischen Infrastrukturen erheblichen Schaden zufügen könnten. Litauen habe aufgrund von Geheimdienstinformationen vorsorglich die Sicherheitsmaßnahmen an wichtigen Transport- und Energieanlagen zuletzt verschärft, sagte Nauseda.

Selenskyj: Ukraine kann Patriot-Raketen bis Jahresende selbst bauen

Die Ukraine dürfte nach Einschätzung von Präsident Wolodymyr Selenskyj das US-Luftabwehrsystem Patriot bis zum Jahresende selbst herstellen können. Er rechne damit, dass sein Land bis dahin technisch dazu in der Lage sein werde, sagte Selenskyj vor Journalisten. Die Ukraine verfüge zudem über einen Entwurf für eine Startrampe und eine Rakete für das europäische Raketenabwehrprojekt Freyja.

Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in Ostukraine

Durch russischen Beschuss sind im ostukrainischen Gebiet Donezk nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Acht weitere Menschen seien bei Angriffen unter anderem mit ferngesteuerten Drohnen verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit. Den Angaben nach waren die Siedlung Jasna Poljana und die nahe Stadt Kramatorsk Angriffsziele. Kramatorsk ist nur etwa zwölf Kilometer von der Frontlinie entfernt.