Entscheidung der Anstaltsleitung
Die Neonazi-Aktivistin Marla Svenja Liebich soll ihre Haftstrafe in einem Gefängnis für Männer verbüßen. Dies gab das sächsische Justizministerium am Donnerstag bekannt. Die Anstaltsleitung im Frauengefängnis Chemnitz habe diese Entscheidung getroffen.
Hintergrund der Geschlechtsänderung
Im Jahr 2025 war bekannt geworden, dass Liebich, die ursprünglich als Mann geboren wurde, ihren Geschlechtseintrag von männlich zu weiblich hatte ändern lassen. Kritiker sehen darin eine Provokation, da Liebich als führende Figur der rechtsextremen Szene gilt.
Das Justizministerium betonte, die Entscheidung sei nach sorgfältiger Prüfung der Sicherheitslage und der Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten getroffen worden. Liebich war zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden, unter anderem wegen Volksverhetzung und Körperverletzung.
Reaktionen und Kritik
Die Entscheidung stieß auf gemischte Reaktionen. Während einige die Verlegung als notwendigen Schritt zur Wahrung der Sicherheit im Frauengefängnis begrüßten, kritisierten andere die Behandlung Liebichs. „Es ist absurd, dass eine Person, die sich offiziell als Frau identifiziert, in ein Männergefängnis gesteckt wird“, sagte ein Sprecher der Antidiskriminierungsstelle.
Das Ministerium erklärte jedoch, dass die Sicherheit der Insassinnen oberste Priorität habe. Liebichs Anwalt kündigte an, rechtliche Schritte gegen die Entscheidung prüfen zu lassen.



