Abelardo De La Espriella, der Kandidat des ultrarechten Lagers, hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien für sich entschieden. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis entfielen auf ihn genau 50 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sein Gegenkandidat unterlag damit nur knapp.
Knapper Sieg in der Stichwahl
Die Auszählung der Stimmen ergab ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem De La Espriella letztlich die Nase vorn hatte. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 58 Prozent. Wahlbeobachter sprachen von einem fairen und geordneten Ablauf, obwohl die politische Stimmung im Land angespannt war.
Unterstützung aus den USA
Im Wahlkampf hatte De La Espriella auf prominente Schützenhilfe gesetzt: US-Präsident Donald Trump sprach ihm öffentlich seine Unterstützung aus. Diese Rückendeckung dürfte insbesondere bei konservativen und wirtschaftsnahen Wählern auf fruchtbaren Boden gefallen sein. De La Espriella selbst bedankte sich in seiner Siegesrede für die „Freundschaft und Führung“ Trumps.
Wirtschaftspolitische Weichenstellung
Der neue Präsident kündigte an, die wirtschaftspolitischen Beziehungen zu den USA weiter zu vertiefen. Er versprach eine neoliberale Wende mit Steuersenkungen und Deregulierung. Kritiker befürchten hingegen eine Verschlechterung der sozialen Lage und eine Zunahme von Umweltzerstörung. De La Espriella wies diese Bedenken zurück und betonte, sein Fokus liege auf Wachstum und Arbeitsplätzen.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Während die konservativen Kräfte in Kolumbien den Sieg feierten, zeigten sich Oppositionsgruppen und linke Parteien enttäuscht. International blieb die Reaktion verhalten: Die Europäische Union rief zu Dialog und Rechtsstaatlichkeit auf. Die kolumbianische Börse reagierte positiv auf den Ausgang der Wahl, da Investoren ein wirtschaftsfreundliches Klima erwarten.
De La Espriella wird sein Amt am 7. August 2026 antreten. Die nächsten Monate werden zeigen, ob er seine Wahlversprechen umsetzen und die tiefen politischen Gräben im Land überbrücken kann.



