Iran-Krieg: US-Militär wehrt Raketenangriffe auf Kuwait und Bahrain ab
US-Militär wehrt iranische Raketenangriffe auf Kuwait und Bahrain ab

Die Spannungen im Iran-Krieg haben sich in den letzten Stunden weiter verschärft. Das US-Militär meldete die Abwehr mehrerer vom Iran abgefeuerter Raketen auf die verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain. Nach Angaben des für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommandos Centcom wurden sieben ballistische Raketen abgefeuert, von denen sechs abgefangen wurden und eine ihr Ziel verfehlte. Zuvor hatte das US-Militär bereits vier iranische Drohnen im Bereich der Straße von Hormus abgewehrt und anschließend Radarstationen auf der iranischen Insel Qeschm und im Ort Goruk angegriffen.

Alarmsirenen in Kuwait und Bahrain

In Kuwait und Bahrain heulten die Alarmsirenen, als die Raketenangriffe stattfanden. Die kuwaitische Flugabwehr war nach Angaben staatlicher Medien im Einsatz gegen Raketen- und Drohnenangriffe unbekannter Herkunft. Die Einwohner wurden aufgerufen, Schutz zu suchen. Der Iran hatte den ölreichen Staat am Persischen Golf zuvor mehrfach angegriffen. Erst am Mittwoch hatte eine Drohne den internationalen Flughafen von Kuwait getroffen, wobei mindestens eine Person getötet und Dutzende verletzt wurden.

Reaktion der iranischen Revolutionsgarden

Die iranischen Revolutionsgarden teilten laut der Nachrichtenagentur Tasnim mit, dass sie als Reaktion auf die US-Angriffe Stützpunkte des Feindes in der Region attackiert hätten. Das US-Militär erklärte hingegen, iranische Behauptungen über Schäden am Hauptquartier der US-Marine in Bahrain seien falsch. Die Angaben beider Seiten ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

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Kuwait kauft Drohnenabwehrsystem für zwei Milliarden Dollar

Der Golfstaat Kuwait kauft beim Verbündeten USA ein Abwehrsystem gegen Drohnenangriffe im Wert von rund zwei Milliarden US-Dollar (etwa 1,7 Milliarden Euro). Das US-Außenministerium genehmigte den Verkauf der Rüstungsgüter, Hauptauftragnehmer ist das Unternehmen Anduril mit Sitz in Kalifornien. Der Lieferzeitpunkt blieb zunächst unklar. Kuwait beherbergt wie andere Golfstaaten Militärstützpunkte der USA und ist daher immer wieder Ziel iranischer Angriffe.

Trump: Iran verfügt noch über 21 bis 22 Prozent seiner Raketen

US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Interview mit NBC News, der Iran verfüge noch über einige Raketen und Drohnen. „Sie haben wahrscheinlich noch 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen. Das sind eine Menge Raketen, aber es ist nicht mehr das, was es war, als wir zum ersten Mal angegriffen haben“, so Trump. Er stellte zudem eine baldige Einigung in den Verhandlungen mit dem Iran in Aussicht. Die Gespräche liefen gut und die Unterzeichnung von Dokumenten stehe kurz bevor, möglicherweise bereits am Wochenende.

Libanon: Neue Spannungen und Waffenruhe-Bemühungen

Im Libanon halten die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz trotz einer erneuerten Waffenruhe-Vereinbarung an. Der libanesische Präsident Joseph Aoun warf dem Iran vor, den Libanon als Druckmittel im Konflikt zu missbrauchen. Er forderte Teheran auf, sich nicht länger in innere Angelegenheiten des Libanon einzumischen. Die Hisbollah lehnte die jüngsten Waffenruhe-Bedingungen ab und setzte ihre Angriffe auf israelische Truppen fort. Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA sechs Menschen getötet. Hunderte Familien flohen aus den betroffenen Gebieten.

UN-Soldat bei Mörserangriff getötet

Ein Soldat der UN-Friedensmission Unifil kam bei einem Mörserangriff im Südlibanon ums Leben. Zwei weitere Blauhelme wurden verletzt. Israel beschuldigte die Hisbollah, für den Angriff verantwortlich zu sein. Die genauen Umstände werden noch untersucht. Unifil forderte ein Ende der Gewalt.

Weitere Entwicklungen im Iran-Krieg

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) sieht trotz des Krieges keine größeren Veränderungen am iranischen Atomprogramm. In einem vertraulichen Bericht forderte sie Teheran auf, den Verbleib von Beständen an angereichertem Uran zu klären, da die Behörde seit fast einem Jahr keinen Zugang mehr zur Überprüfung hatte. Im Irak begann eine einflussreiche schiitische Miliz unter Druck der USA mit der Entwaffnung. Die Gruppierung Saraja al-Salam übergab ihre Waffen an die irakische Armee. American Airlines strich wegen stark gestiegener Kerosinkosten infolge des Iran-Kriegs vorübergehend einige Flugstrecken.

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