USA verweigern Visa für Fans der Elfenbeinküste vor WM-Spiel gegen Deutschland
USA verweigern Visa für Fans der Elfenbeinküste

Die USA haben Unterstützern der Fußball-Nationalmannschaft der Elfenbeinküste die Visa für die Einreise verweigert. Dies gab eine Fan-Vereinigung bekannt. Das Team hofft nun beim Spiel gegen Deutschland am 20. Juni auf die ivorische Diaspora.

Enttäuschung bei den Fans

Tiefe Enttäuschung herrscht bei den Anhängern der Elfenbeinküste. „Das schmerzt uns zutiefst, weil es uns von unserer Aufgabe abhält, unser Team zu unterstützen“, sagte Julien Kouadio Adonis von der Fanvereinigung CNSE, die unter dem Dach des Sportministeriums angesiedelt ist, der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag.

Spiele in den USA und Kanada

Die Elfenbeinküste absolviert in der Gruppenphase der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer zwei Begegnungen in den USA: Am 15. Juni gegen Ecuador und am 25. Juni gegen Curaçao, beide Male in Philadelphia. Am 20. Juni tritt die Mannschaft im kanadischen Toronto gegen Deutschland an.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Weitere Fans und Schiedsrichter betroffen

Die Visa-Vergabe für die Anreise zur WM, die von den USA, Mexiko und Kanada ausgerichtet wird, hatte bereits zuvor für Schlagzeilen gesorgt. Auch Fans aus dem Iran, Haiti und Senegal können laut der Nichtregierungsorganisation American Immigration Council nicht in die USA einreisen.

Am Mittwoch wurde zudem bekannt, dass die USA ein Einreiseverbot gegen den somalischen Schiedsrichter Omar Abdulkadir Artan verhängt haben, wegen angeblicher Verbindungen zu terroristischen Organisationen. Der 34-Jährige gehörte zu den insgesamt 52 Schiedsrichtern, die von der Fifa für das Turnier nominiert wurden.

Die ivorische Mannschaft muss nun auf die Unterstützung der ivorischen Diaspora hoffen, die in den USA und Kanada lebt. Ob diese ausreicht, um die fehlenden Fans aus der Heimat zu ersetzen, bleibt abzuwarten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration