Der amerikanische Vizepräsident JD Vance (41) hat sich selbstkritisch über seine umstrittenen Aussagen zu „kinderlosen Katzenfrauen“ geäußert. In seinen Memoiren schreibt er, es sei „eine der dümmsten Äußerungen, die ich je gemacht habe“ gewesen.
Die ursprüngliche Aussage und ihre Folgen
Die vielfach kritisierte Äußerung stammt aus einem Interview, das Vance im Jahr 2021 dem damaligen Fox-News-Moderator Tucker Carlson gab. Darin bezeichnete er führende demokratische Politikerinnen – einschließlich der damaligen Vizepräsidentin Kamala Harris – als „kinderlose Katzenfrauen“, die unglücklich mit ihrem Leben seien und deshalb auch den Rest des Landes unglücklich machen wollten.
Als Vance Mitte 2024 zum Kandidaten für die US-Vizepräsidentschaft nominiert wurde, holten ihn diese Aussagen ein. Zunächst verteidigte er sie noch und lehnte eine Entschuldigung ab. Im Juli 2024 sagte er im Gespräch mit Moderatorin Megyn Kelly, es sei ein „sarkastischer Kommentar“ gewesen und betonte: „Ich habe nichts gegen Katzen.“
Die Memoiren „Communion“
Am Dienstag erscheinen Vances Memoiren mit dem Titel „Communion“. Darin beschreibt er seinen Weg aus einfachen Verhältnissen an die Spitze der Macht als spirituellen Werdegang. Vance gilt zudem als aussichtsreicher Kandidat für die republikanische Präsidentschaftskandidatur.
Nun schreibt er: „Eine der dümmsten Äußerungen, die ich je gemacht habe, war, als ich behauptete, dass ‚kinderlose Katzenfrauen‘ in der gesamten Demokratischen Partei unser Land zugrunde richten würden.“ Und weiter: „Das war eine dumme Bemerkung, die eher provokativ als aufschlussreich sein sollte – und das auch erfolgreich war.“
Eine Lektion für christliche Staatsmänner
Vance zieht aus dem Vorfall eine Lektion für christliche Staatsmänner: „Es ist in Ordnung, Fehler zuzugeben.“ Er und seine Ehefrau Usha haben drei Kinder; im Juli soll ihr viertes Baby zur Welt kommen. Kamala Harris hat zwei Stiefkinder.
Bei der US-Rechten gilt das Katholische schon länger als schick. Doch nach dem verlorenen Konflikt mit dem Vatikan bemerkt nicht nur der US-Vizepräsident, dass er in einen Club eingetreten ist, dessen Regeln er nicht versteht.



