Verwirrung um Trumps Opferzahlen: Tote runter, Verwundete rauf
Verwirrung um Trumps Opferzahlen im Irankrieg

Im Iran-Krieg sorgt die Opferbilanz der US-Streitkräfte für Empörung und Verwirrung. Das Pentagon unter Verteidigungsminister Pete Hegseth veröffentlicht auf seiner Website Zahlen zu getöteten und verwundeten Soldaten – doch die Zählweise ist widersprüchlich und weckt den Verdacht politischer Manipulation.

Widersprüchliche Zahlen: Tote gesenkt, Verwundete erhöht

Besonders auffällig war die plötzliche Senkung der Todeszahlen von 18 auf 14. Wenige Tage später stieg die Zahl der Verwundeten um mehr als 200 auf insgesamt 624. Das Pentagon erklärte dies zunächst mit zwei getrennten Statistiken: Die Militäroperation „Epic Fury“ erfasse Opfer vom Kriegsbeginn am 28. Februar bis zum ersten Waffenstillstand Ende April. Unter „Overseas Operations“ würden Tote und Verletzte seit dem Zusammenbruch der Waffenruhe am 7. Juli gezählt. Die vier jüngsten Gefallenen – drei in Jordanien und einer im Irak – seien offenbar dem „neuen Krieg“ zugeordnet worden. Trump persönlich nahm an der Rückführung ihrer Särge auf der Dover Air Force Base in Delaware teil.

Scharfe Kritik aus Politik und Gesellschaft

Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie bezeichnete die Aufteilung des Konflikts in zwei separate Kriege als „absurde List“. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul warnte, die Trump-Regierung dürfe „die menschlichen Kosten des Krieges nicht aus politischen Gründen umschreiben“. Angehörige von Soldaten reagierten empört, nachdem bekannt wurde, dass einige Soldaten mit schweren Hirnverletzungen offiziell nur als „leicht verletzt“ eingestuft worden waren.

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„Technische Fehler“ oder gezielte Manipulation?

Pentagon-Sprecher Joel Valdez erklärte die Abweichungen mit „vorübergehenden Datenstörungen“ und technischen Fehlern. Hegseth, der die Präsidenten bei der Rückführung begleitete, verteidigte die Zahlen. Dennoch hält die Kritik an. Die unabhängige Kontrolle der Pentagon-Angaben wird zunehmend erschwert: Hegseth ordnete strengere Regeln für die Pressearbeit an. Nur noch 60 zugelassene Reporter (zuvor 100) dürfen das Pentagon betreten – und das nur in Begleitung einer Militäreskorte.

Endgültige Zahl wieder bei 18 Gefallenen

Inzwischen hat das Pentagon die Gesamtzahl der Gefallenen wieder auf 18 korrigiert. Die Verwundetenzahl blieb bei 624. Die Ungereimtheiten werfen ein Schlaglicht auf die Informationspolitik im Iran-Krieg. Während die Regierung Transparenz bemüht vorgibt, deuten die Vorgänge auf ein selektives Umgehen mit den Opferzahlen hin. Die Empörung in der US-Öffentlichkeit wächst.

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