Zwei US-Soldaten bei iranischen Angriffen in Jordanien getötet – Eskalation hält an
Zwei US-Soldaten bei Iran-Angriffen in Jordanien getötet

Zwei US-Soldaten sind bei der Abwehr iranischer Raketen- und Drohnenangriffe in Jordanien getötet worden. Das teilte das US-Regionalkommando Centcom mit. Ein weiterer Soldat wird vermisst, vier wurden verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert. Die iranischen Revolutionsgarden behaupteten, bei dem Angriff auf den Stützpunkt Al-Asrak zwei US-Kampfflugzeuge und drei weitere Flugzeuge zerstört zu haben. Zudem sei ein Geheimdienst-Datenzentrum in Bahrain attackiert worden.

Iran setzt Rahmenabkommen mit USA aus

Die iranische Regierung erklärte, das Rahmenabkommen mit den USA habe keinen Bestand mehr. Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi sagte in einem TV-Interview, das Abkommen sei ausgesetzt. „Leider haben die Amerikaner mit ihren aggressiven Maßnahmen gegen ihre Verpflichtungen aus der Absichtserklärung von Islamabad verstoßen“, so Gharibabadi. Das Abkommen war Mitte Juni geschlossen worden und sollte den Weg für ein dauerhaftes Kriegsende ebnen, inklusive einer Öffnung der Straße von Hormus.

Kuwait meldet Schäden an Ölanlage und Elektrizitätswerk

Der Golfstaat Kuwait verurteilte den iranischen Beschuss auf sein Staatsgebiet. Laut der Staatsagentur Kuna wurde ein bedeutender Standort des Ölsektors getroffen, wobei erheblicher Sachschaden entstand und mehrere Menschen verletzt wurden. Zudem wurde ein Elektrizitäts- und Meerwasserentsalzungswerk attackiert. Ein Brand brach aus, mehrere Generatoren wurden vorsorglich abgeschaltet. Das Ministerium für Elektrizität rief die Bevölkerung zu sparsamem Stromverbrauch auf. Die kuwaitische Armee meldete, mehrere Raketen und Drohnen abgefangen zu haben.

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Iran meldet 50 Tote und 500 Verletzte durch US-Angriffe

Seit der neuen Eskalation sind im Iran nach Regierungsangaben mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 500 verletzt worden, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, auf X mitteilte. 460 Verletzte wurden bereits entlassen, 37 befinden sich noch in stationärer Behandlung. Die US-Angriffe konzentrierten sich auf die südlichen Küstenprovinzen. In der Provinz Chusestan wurden in zehn Tagen 95 Orte angegriffen.

Wasserversorgung für 10.000 Menschen unterbrochen

Durch die Bombardierung einer Meerwasserentsalzungsanlage in der Küstenregion Dschask ist die Trinkwasserversorgung für mindestens 10.000 Menschen in 20 Dörfern unterbrochen. Das berichtete der Pressedienst der iranischen Regierung unter Berufung auf die Wasserwerke der Provinz Hormusgan.

US-Angriffe in siebter Nacht fortgesetzt

Das US-Militär hat in der siebten Nacht in Folge Angriffe gegen Ziele im Iran geflogen. Im Visier standen Einrichtungen der Militärlogistik. Centcom erklärte, mehr als 50.000 US-Soldaten seien in der Region stationiert und blieben einsatzbereit. Die Behauptung der iranischen Revolutionsgarden, zwei Öltanker seien auf Minen gelaufen, wies Centcom als falsch zurück.

Schiffsverkehr in der Straße von Hormus drastisch reduziert

Laut Daten des Anbieters Kpler passierten am Donnerstag nur acht Schiffe die Straße von Hormus – der niedrigste Wert seit drei Wochen. Vor zwei Wochen waren es 48, vor Kriegsbeginn im Februar durchschnittlich über 100 Schiffe täglich.

Libanesischer Präsident reist zu Gesprächen nach Washington

Der libanesische Präsident Joseph Aoun reiste nach Washington, um mit US-Vertretern über die Lage im Libanon und die Festigung der Waffenruhe zu sprechen. Thema sei auch der Rückzug Israels aus besetzten libanesischen Gebieten.

Huthi-Miliz warnt Saudi-Arabien vor „Belagerung“

Die mit dem Iran verbündete jemenitische Huthi-Miliz warnte Saudi-Arabien vor einer „Belagerung“. Man sei bereit, das Prinzip „Belagerung gegen Belagerung, Flughafen gegen Flughafen und Hafen gegen Hafen“ anzuwenden, so der Verteidigungsminister der Miliz, Mohammed al-Atafi.

Erneuter Beschuss in irakischer Kurdenregion

Im Norden des Irak griffen iranische Drohnen Ziele in Sulaimanija an. Dabei kam es zu Schäden an Waffendepots der Peschmerga und Verletzungen unter Zivilisten. In Erbil waren mindestens vier Explosionen zu hören, Feuer war sichtbar. Zuvor waren bei einem Raketenangriff nahe Sulaimanija neun Mitglieder einer iranisch-kurdischen Oppositionsgruppe getötet worden.

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