Merkel enthüllt Kanzlerporträt im Bode-Museum
Merkel stellt offizielles Porträt im Bode-Museum vor

Altkanzlerin Angela Merkel hat am Dienstag ihr offizielles Kanzlerporträt im Bode-Museum in Berlin enthüllt. Das Gemälde des deutsch-französischen Künstlers Jérémie Queyras wird für drei Monate im Museum ausgestellt, bevor es im Herbst seinen endgültigen Platz im Kanzleramt findet. Dort wird es neben den Porträts der anderen ehemaligen Regierungschefs hängen.

Feierliche Enthüllung im Beisein von Gästen

Die Enthüllung fand im Rahmen einer feierlichen Zeremonie statt, zu der unter anderem Vertreter aus Politik, Kultur und Medien geladen waren. Merkel zeigte sich sichtlich bewegt bei der Vorstellung des Werks, das sie in einer typischen Pose mit verschränkten Armen zeigt. Der Künstler Jérémie Queyras erklärte, er habe Merkel als „starke, aber zugängliche Persönlichkeit“ porträtieren wollen.

Detaillierte Darstellung und künstlerischer Anspruch

Das Porträt ist in Öl auf Leinwand gemalt und misst 120 mal 90 Zentimeter. Queyras, der in Berlin und Paris lebt, hat für das Gemälde mehrere Monate recherchiert und Skizzen angefertigt. „Ich wollte nicht nur ein offizielles Abbild schaffen, sondern auch die menschliche Seite von Angela Merkel einfangen“, sagte der Künstler bei der Enthüllung. Das Gemälde zeigt Merkel vor einem neutralen Hintergrund, der ihre konzentrierte Miene betont.

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Das Bode-Museum beherbergt die Ausstellung bis Ende September. Danach wird das Porträt in das Kanzleramt überführt, wo es in der Galerie der ehemaligen Bundeskanzler seinen Platz findet. Diese Sammlung umfasst bereits Porträts von Konrad Adenauer bis Olaf Scholz.

Bedeutung für die Nachwelt

Die offiziellen Kanzlerporträts sind ein fester Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur. Sie dokumentieren die Amtszeiten der Regierungschefs und werden nach deren Ausscheiden aus dem Amt in Auftrag gegeben. Merkels Porträt reiht sich nun in diese Tradition ein. Die Wahl des Bode-Museums als ersten Ausstellungsort unterstreicht die enge Verbindung zwischen Politik und Kunst in Deutschland.

Die Altkanzlerin selbst äußerte sich bei der Enthüllung kurz: „Ich bin dem Künstler sehr dankbar für seine einfühlsame Arbeit. Das Porträt wird mir immer eine schöne Erinnerung an meine Zeit im Amt sein.“

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