Nina Warken: Das ist die neue Kanzleramtsministerin der CDU
Nina Warken: Das ist die neue Kanzleramtsministerin

Nina Warken soll als Nachfolgerin von Thorsten Frei Kanzleramtsministerin werden und damit eine der engsten Vertrauten von Bundeskanzler Friedrich Merz. Die CDU-Politikerin aus Baden-Württemberg leitete zuvor das Bundesgesundheitsministerium und setzte dort die umstrittene Gesundheitsreform durch.

Familie und Privates

Nina Ingrid Warken, geborene Bender, wurde am 15. Mai 1975 in Bad Mergentheim geboren. Sie besuchte das Matthias-Grünewald-Gymnasium in Tauberbischofsheim, wo sie 1998 das Abitur ablegte. Anschließend studierte sie Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und legte 2005 das Zweite juristische Staatsexamen ab. Seit 2006 ist sie als Rechtsanwältin zugelassen und arbeitet seit 2012 in der Kanzlei ihres Schwiegervaters. Sie ist mit Sebastian Warken verheiratet, hat drei Söhne und lebt in Tauberbischofsheim.

Politische Karriere bei der CDU

Warken begann ihre politische Laufbahn 1999 bei der Jungen Union. Von 2006 bis 2014 war sie stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands. Seit 2019 gehört sie dem Bundesvorstand der Frauen Union an und leitet den Bundesfachausschuss Innere Sicherheit der CDU. Im November 2023 wurde sie zur Generalsekretärin der CDU Baden-Württemberg gewählt. Seit 2013 sitzt sie im Bundestag, mit einer kurzen Unterbrechung zwischen 2017 und 2018. Sie vertritt den Wahlkreis Odenwald-Tauber und wurde 2021 sowie 2025 direkt gewählt. Im Parlament war sie unter anderem Obfrau im NSA-Untersuchungsausschuss und Mitglied im Innenausschuss.

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Politische Positionen

Warken gilt als konservative Politikerin. In der Innen- und Rechtspolitik macht sie sich für einen „echten Politikwechsel“ in der Migrationspolitik stark, befürwortet die Speicherung von IP-Adressen zur Verbrechensbekämpfung und lehnt ein AfD-Verbot ab. Gesellschaftlich stimmte sie 2017 gegen die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe und steht einem Absenken des Wahlalters auf 16 Jahre kritisch gegenüber. Im Gesundheitsressort tritt sie für den Erhalt von Apotheken und Kliniken im ländlichen Raum ein und möchte die Pflege durch bessere Arbeitsbedingungen stärken.

Erfolge und Kontroversen

Warken machte sich vor allem in Ausschüssen einen Namen. Sie gilt als juristisch bewandert und fähige Parteisoldatin, die sich schnell in neue Themen einarbeiten kann. Merz bezeichnete sie als „jemand, der im Stillen wirkt“. Ihre Berufung zur Gesundheitsministerin nach der Bundestagswahl 2025 galt in Fachkreisen als Überraschung. Nun soll sie ins Kanzleramt wechseln. Warken engagierte sich zudem lange beim Technischen Hilfswerk (THW) und war von 2015 bis 2023 Präsidentin der THW-Landesvereinigung Baden-Württemberg. In ihrer Freizeit spielt sie Hobby-Tennis.

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