Demokratie-Index: Globale Rückschritte bei Meinungsfreiheit
Demokratie-Index: Globale Rückschritte bei Meinungsfreiheit

Der jährliche Demokratie-Index der Economist Intelligence Unit (EIU) zeigt eine weltweite Verschlechterung der Demokratie. Laut der Studie leben 45,7 Prozent der Weltbevölkerung in einer Demokratie, aber nur 7,8 Prozent in einer vollständigen Demokratie. 39,4 Prozent leben unter autoritärer Herrschaft.

Die Top-Plätze belegen Norwegen, Neuseeland und Island. Deutschland verbessert sich um zwei Plätze auf Rang 12, was jedoch auf die Verschlechterung anderer Länder zurückzuführen ist. Schlusslichter sind Nordkorea, Myanmar und Afghanistan.

Der globale Durchschnittswert sank von 5,29 auf 5,23 Punkte. Die Studie bewertet fünf Kategorien: Wahlverfahren, Regierungsfunktion, politische Beteiligung, politische Kultur und bürgerliche Freiheiten. Die Verschlechterung wird vor allem durch gewaltsame Konflikte und autoritäre Übergriffe in Nicht-Demokratien verursacht.

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Deutschland erzielt Bestwerte bei Wahlverfahren und bürgerlichen Freiheiten, aber Schwächen bei der Regierungsfunktion und politischen Kultur. Die Ampel-Koalition hatte 2023 Schwierigkeiten, Einigungen zu erzielen, und die steigende Unterstützung für die AfD stellt eine Herausforderung dar.

In Westeuropa verbesserte sich der Durchschnittswert leicht, aber die politische Polarisierung nimmt zu. Das Vertrauen in etablierte Parteien sinkt, und Einwanderung spaltet die Gesellschaft. Auch in Lateinamerika führt Polarisierung zu einer Aushöhlung demokratischer Normen, wie das Beispiel El Salvador zeigt.

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