EU-Altersgrenze für Social Media: Meckel kritisiert Verbot als falschen Ansatz
EU-Altersgrenze für Social Media: Meckel kritisiert Verbot

Die Europäische Union plant eine Altersgrenze für soziale Medien: Kinder unter 13 Jahren dürften diese nur noch zeitlich begrenzt und unter Aufsicht von Eltern oder Lehrkräften nutzen. Die Publizistin und Professorin Miriam Meckel hält diesen Ansatz im Podcast „Handelsblatt Meckel & Matthes“ für falsch. Statt eines Verbots müssten die Unternehmen ihre Plattform-Designs ändern, um Kinder besser zu schützen.

Klimaanlagen-Shaming und Rekordhitze

Im Gespräch mit Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes thematisierte Meckel auch die jüngste Hitzewelle. Der Juni 2026 war der heißeste je gemessene Juni in Westeuropa, mit über 20.000 hitzebedingten Todesfällen. Matthes kritisierte, die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels seien von der Politik nicht wirklich adressiert. Gleichzeitig hafte der Klimaanlage in Europa zu Unrecht ein moralisches Stigma an – ein sogenanntes „Klimaanlagen-Shaming“.

Alarmierender Lesekollaps bei Jugendlichen

Zum Ende der Episode ging es um alarmierende Zahlen: 2025 kauften knapp 30 Prozent weniger Zehn- bis 15-Jährige ein Buch als im Vorjahr. „Was wird aus einer Gesellschaft, die immer mehr kommuniziert, aber immer weniger strukturiert denkt, sondern die KI für sich denken lässt?“, fragte Meckel. Der Podcast diskutierte die gesellschaftlichen Folgen dieses Trends, der als „Lese-Kollaps“ bezeichnet wird.

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Forderung nach Plattform-Design-Änderungen

Meckel argumentierte, dass reine Altersgrenzen nicht ausreichen. „Die Unternehmen müssen ihre Plattformen so umgestalten, dass sie weniger süchtig machen und Kinder nicht gefährden“, sagte sie. Matthes ergänzte, dass die EU mit ihrem Vorstoß zwar einen wichtigen Schritt gehe, aber die Verantwortung nicht allein auf die Eltern abwälzen dürfe. Der Podcast ist Teil des exklusiven Abo-Angebots des Handelsblatts und wird von Schneider Electric unterstützt.

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